Donnerstag, 20. September 2012

Reifes Alter und Autofahren

In der letzten Zeit wurden beim Autofahren sehr häufig schwere Unfälle verursacht. Doch es waren nicht die jün­geren Menschen, die an diesen Unfällen beteiligt waren, so etwa die jungen Fahrer, die erst ihren Führerschein ge­macht hatten, sondern es waren reifere Fahrer, die in einem hohen reifen Alter standen, so 70 Jahre und mehr.
Ich gehöre auch zu Menschen reiferen Alters, aber ich fahre schon seit gut vier Jahren kein Auto mehr, das macht jetzt meine junge Tochter. Ich habe damals meinen Entschluss für richtig empfunden und auch für richtig befun­den, denn ich fühlte mich nicht mehr sicher hinter dem Lenkrad eines Kraftwagens.
Damals hatte ich mich entschlossen: jetzt hörst du lieber auf bevor noch etwas Schlimmes passiert. Ich möchte wirklich nicht, dass meinetwegen Menschen angefahren und dabei tödlich oder auch nicht tödlich verletzt werden. Das bedeutet für mich, selbst ein Stück Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft zu tragen. Denn gerade wir reiferen Menschen haben oder hätten eigentlich die menschliche Reife, mehr Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, und wir dürfen sie nicht immer den jüngeren Menschen überlassen, denn die haben sehr oft ein höheres Pensum an Aufgaben zu erledigen.
Aber jetzt zurück zum reifen Alter und dem Autofahren. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, das im reifen Al­ter das Autofahren nicht mehr so einwandfrei vonstatten geht, weil besonders der Körper des reiferen Menschen nicht mehr die Fähigkeiten besitzt, ein Auto einwandfrei zu führen. Die körperlichen Fähigkeiten lassen im reifen Alter nach, denn die Muskelstärke geht erheblich zurück, und der ganze organische Teil des menschlichen Kör­pers verfällt. Dagegen werden die geistigen Fähigkeiten erhalten, wenn auch das Denken langsamer wird, was aber mit der Reaktionsfähigkeit des Körpers zusammenhängt, denn die lässt erheblich nach.
Schon allein die Reaktionsfähigkeit lässt sehr stark vermuten, dass ein reiferer Mensch im Autofahren erhebliche Mängel aufweist, und deshalb sollte der reifere Mensch sich wirklich überlegen, ob er die Fahrerlaubnis nicht zu­rückgibt.
Ich sehe täglich reifere Autofahrer, wie sie aus dem Auto steigen, und dabei muss ich dann denken: warum gibst du deine Fahrerlaubnis nicht ab.
Aber offenbar ist es bei einem reiferen Menschen so, dass er sich in dieser Sache wie ein kleinen Kind verhält, und dass er auf sein Recht einen Anspruch erhebt, das sein reifes Denken überlagert oder auch ganz ausschaltet. Denn Kleinkinder haben kein reifes Denken, sondern es ist ein spontanes Denken auf nur auf die eigene Person ausgerichtet ist. Denn im Denken und Handeln ist die eigene Person im Mittelpunkt. Ich kenne dieses Verhalten von beiden Personengruppen.
Meine lieben Freunde, wie steht Ihr zum reifen Menschen und seinem Verhalten, wenn es darum geht, die Fahrer­laubnis weiterhin zu behalten, obwohl der reife Mensch zu einer Gefahr für den Straßenverkehr wird?
Ich denke Euch für diese wunderbaren Gedanken, die auch zu meiner Gedankenwelt passen.

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