Sonntag, 23. September 2012

Die CDU will Gotteslästerung bestrafen

Im Fokus konnte ich heute lesen, dass es in der CDU Politiker gibt, die die Gotteslästerung in das Strafrecht auf­nehmen wollen. Nun gut, Frau Merkel steht dem ablehnend gegenüber und hat ihr „Nein“ dazu schon erteilt, aber dadurch erkennt man sehr gut, dass es Menschen auch bei uns gibt, die sehr strenggläubig sind.
Wir brauchen uns nicht über die Gläubigen des Islams mokieren, sondern auch im Christentum gibt es diese Art von Menschen, die ihre Religion als etwas Besonderes halten, und jede Gotteslästerung streng bestraft sehen wol­len.
Jetzt nach dem Schmäh-Video haben die Christen Angst, dass die Moslems irgendwelche Aktionen gegen Jesus und seine Jünger vorbereiten, um diese als Schwule oder sonst etwas darstellen. Bei den Päpsten wäre es nicht schlimm, wenn die Moslem diese entsprechend darstellen würden, denn die haben genug Dreck am Stecken.
Ich empfinde den Vorstoß der Christen aus der CDU als etwas eigenartig, aber auch sie haben das Recht, sich ent­sprechend zu äußern, wenn sie der Meinung sind, ihre Religion gegen Übergriffe zu schützen.
Aber man kann dann auch das normale oder bestehende Recht dazu nehmen, wenn man den gesellschaftlichen oder staatlichen Schutz suchen will. Der Griff in die Kiste der Vergangenheit sollte eigentlich unterbleiben, denn die frühere Vergangenheit der Christenheit hat viel Unheil über die Menschen gebracht. Ich vermeide hier den Be­griff der „Gläubigen“, denn ich bin mir nicht sicher, ob damals viele Menschen gläubig waren, die meisten nann­ten sich nur Gläubige, weil sie dadurch Vorteile erlangten.
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die Sonntags in die Kirche gehen, um das „Wort“ zu hören, denn ich habe in mei­nem Leben genug gesehen, und ich habe auch viel nachgedacht, so dass ich heute vieles anders sehe, denn für mich sind Religionen nur Texte aus der Philosophie, aber ich möchte dieses nicht als Religionsphilosophie be­zeichnen, sondern nur als textlicher Teil der Philosophie.
Es ist gut, dass die Bundeskanzlerin Merkel dieses Gesetz vorhaben der CDU ablehnt, denn wir leben in einem anderen Jahrhundert. Mit Konrad Adenauer als Bundeskanzler und der damaligen CDU wäre es eventuell gegan­gen.
Man darf keine Gesetze schaffen, die die Menschen wieder in ein Zeitalter zurückführen, in dem die Religion an der Spitze der Macht stand, und in dem die Todesstrafe für Gotteslästerung Gang und Gebe waren. Die Muslime, besonders in einigen Staaten, sehen sogar die Steinigung eines Gotteslästerers vor, welch eine Rechtsauffassung im aufgeklärten Jahrhundert, oder ist dieses Jahrhundert noch gar nicht so aufgeklärt?
Ich denke, bisher ist der Mensch nicht aufgeklärt worden. Man hat den Menschen meistens in der Gülle der Un­wissenheit gelassen, weil sich die Mensch, der unwissend ist, den kann man besser regieren und auf Trab halten.
Auch bei der Gotteslästerung geht es um Macht, und zwar geht es um Macht über den Menschen. Man versetzt den Menschen in Angst, und man setzt ihn überall dort Grenzen, wo der Mensch den Regierenden, hier auch den Priestern, gefährlich werden kann.
Der Mensch ist frei. Er wurde unter Schmerzen der Mutter geboren, aber die Mutter gab ihm die Freiheit. Der Mensch lernt in jungen Jahren für das Leben und zwar, wie er überleben kann. Als Frau oder als Mann ist der Mensch frei. Er darf durch nichts unterjocht werden, besonders nicht von den Versprechen durch Menschen, die ihm das Wohl im Jenseits versprechen, obwohl sie selbst den Ort „Jenseits“ selbst nicht kennen.
Ich selbst stehe zu den unveräußerlichen Freiheiten der Menschen und auf das unveräußerliche Recht des Men­schen, in Freiheit zu leben.
Kein Mensch hat das Recht, die Menschen in Unfreiheit zu führen.
Meine lieben Freunde, haltet an die Freiheiten der Menschheit fest, und verteidigt diese Freiheiten, denn diese Freiheiten gehören zur Freiheit der Menschen.

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