Dienstag, 18. September 2012

Attentat auf unbeliebte Person

Als Herr Honecker die Bundesrepublik besuchte, wollten Neo-Nazis und ehemalige DDR-Bürger den damaligen Staatsmann Honecker entführten, dann töten, den Körper des Mannes zerstückeln und die Leichenteile einfach wegwerfen.
Welch absurde Idee von Menschen, die sich kultiviert und menschlich nennen, aber ist gerade die Menschlichkeit im Menschen der Träger derartiger Ideen.
Man kann fasst sagen, bei den Neo-Nazis ist es kein Wunder, wenn sie gegen die Kommunisten vorgehen, denn ihre Vorgänger sind schon vor dem zweiten Weltkrieg gegen die Kommunisten marschiert, und sie haben dann mit der Machtübernahme, die Kommunisten in die Konzentrationslager gesteckt und diese dort dann auch getötet.
Also wäre es bei den Neo-Nazis nichts Neues, wenn sie wieder einmal einen prominenten Kommunisten ab­schlachten würden. Aber die ehemaligen DDR-Bürger, warum hatten sie so einen unbändigen Hass auf Honecker und seine Clique? Ganz einfach und diese Gefühle zeigen offen die Menschlichkeit der Menschen, denn diese Bür­ger haben ihre Heimat und ihre Freunde, vielleicht auch ihre Familie verloren.
Honecker und seine Clique haben den Befehl zur Flucht gegeben, indem sie mit strafrechtlichen Mitteln gegen diese Bürger vorgegangen sind, und diese dann zur Flucht oder Ausreise gezwungen haben. Aber haben diese Bürger das Recht diesen Menschen, Honecker, zu töten? Gut, Honecker hat ihnen Unrecht zugefügt, aber dieses Unrecht ist doch kein Todesurteil.
Bei den Neo-Nazis ist die Situation politisch bedingt, denn für sie sind Kommunisten Erbfeinde, die vernichtet werden müssen, sowie einst der Österreicher Hitler, die Kommunisten als politische Feinde vernichten ließ. Die Neo-Nazis halten sich an das politische Vermächtnis der NSDAP. Hier könnte man, wenn man das Ganze politisch betrachtet sagen, die Neo-Nazis sehen nur die Todesstrafe für einen führenden Kommunisten.
Aber diese Nazis sind auch Menschen, und in ihrem Sinne handeln sie menschlich, denn nach ihrer Menschlich­keit muss der Feind vernichtet werden. D.h. hier wird ein Überlebenskampf geführt, der besagt, dass nur der überleben kann, der politisch stärker ist.
Doch ich mache mir meine Gedanken über dieses Verhalten von Menschen, denn sie sind christlich erzogen worden, auch wenn sie es zeitlebens verneinen, aber am Lebensende sehnen sie sich nach der christlichen Vorsehung eines ewigen Lebens nach dem Tode. Ich kann es ihnen nicht verdenken, weil man in der Kindheit und Jugend christliche Lebenstechniken erlernt hat, und oft werden die erlernten Lebenstechniken der Kindheit und Jugendzeit im Alter des Menschen wieder präsent.
So haben wir Christen auch erlernt, Menschen ihre Schuld zu vergeben, doch ich stelle immer wieder fest, dass es keine wirkliche Vergebung oder überhaupt keine Vergebung gibt, sondern nur ein „was du mir angetan hast, das werde ich auch dir antun“. Und das waren auch die Vorstellungen der Rechtspopulation im sogenannten „Dritten Reiches“. Diese Vorstellungen wurden von den Neo-Nazis übernommen, da sie sich als Nachfolger der NSDAP bekennen.
Auch die Vorstellung, dass man einen Menschen entführt, ihn zuerst quält und danach abschlachtet, ist für mich grauenvoll. Ich bin froh, dass Honecker nicht entführt und abgeschlachtet wurde, er ist zwischenzeitlich auch so verstorben wie jeder Mensch.
Meine lieben Freunde, betrachtet Euch einmal das Menschenbild zwischen dem christlichen Motto „Vergebung der Sünden“ und dem barbarischen Gedanken „wie du mir so ich dir“ also „Gleichem mit Gleichem“ zu vergelten, so bekommen wir zwei verschiedene Menschenbilder und man kann dann auch sagen, so etwas ist „Schizophrenie“. Vielleicht sind wir Menschen schizophren, manchmal glaube ich es selbst, wenn ich mich manchmal selbst betrachte.
Tschüss, meine lieben Freunde, bis zum Nächsten mal.

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