Freitag, 27. Juli 2012

Familie


Was ist eine Familie? Es ist momentan nur ein Begriff, der vor meinen Augen und in meinem Gehirn besteht. Man kann diesen Begriff nicht anfassen, sondern man kann über ihn nur nachdenken, aber ich denke, dass dieser Be­griff irgendwann entstanden ist.
Soviel ich aus dem Geschichtsunterricht mitbekommen habe, bestand einst der Begriff bei unseren Vorfahren für Familie der Begriff Horde, das war eine Großfamilie, in der alle Mitglieder einer Horde unter gekrochen sind, um einen Schutz zu bekommen oder zu haben.
Dann kamen später die Begriffe wie Familienverband oder Sippe hinzu, die aber immer auf einen Personenkreis hindeuteten, der aus verwandten Männer und Frauen bestand, die sich zu einer Gruppe zusammenschlossen, um Schutz zu suchen und auch zu finden.
Jetzt heißt diese Gruppe aus mehreren Menschen einfach Familie, und jeder weiß genau, was darunter zu verste­hen ist.
Für mich persönlich bedeutet eine Familie sehr viel. Ich entstamme auch aus einer Familie, denn ich hatte eine Mutter und noch zwei Schwestern, die jünger waren als ich.
Aber voraus besteht eine Familie? Sie besteht normalerweise aus einer Mutter, einem Vater und aus Kindern. Aber meine Familie bestand nur aus der Mutter und den drei Kindern. In unserer Familie war kein Vater zugegen, denn es war zu dieser Zeit der 2.Weltkrieg und mein Vater verschwand, wohin, das weiß ich leider nicht. Ich war ohne Vater und wuchs auch ohne Vater auf. Man kann auch sagen, ich wuchs auf, ohne die Rolle eines Vaters ken­nengelernt zu haben.
Aus diesem Grunde übernahm ich schon früh die Pflichten eines Ernährers der Familie, denn es blieb mir nichts übrig, es einfach zu tun. Man hätte auch sagen können, die Mutter hätte die Aufgabe gehabt, die Familie zu er­nähren, aber leider war es nicht so. Ob diese frühe Übernahme der Pflichten eines Ernährers einer Familie mich in meinem Verhalten negativ geschädigt hätte, das kann ich nicht sagen.
Seit dieser Zeit habe ich mich immer nach einer Familie gesehnt. Ich wollte immer eine Familie habe, und wusste auch, dass ich für diesen Wunsch einiges an meinen eigenen Wünschen habe streichen müssen. Ich wollte eigent­lich sehr gerne Berufssoldat werden, aber nachdem ich feststellte, wie eine Familie unter dem Leben eines Berufs­soldaten hat leiden müssen, habe ich gerne auf diesen Berufswunsch verzichtet. Ich habe mich einen nor­malen Beruf zugewandt, und es ist mir gut gegangen. Dazu habe ich eine wunderbare Familie bekommen, zu der ich voll stehe.
Für mich bedeutet eine Familie, dass alle Familienmitglieder gleichberechtigt sind. Die Kindern müssen in den jungen Jahren die Familie kennenlernen und in die Familie hineinwachsen, aber wenn sie älter sind, dann haben sie auch ein Stimmrecht in dieser Familie.
Die Familie ist also ein Verband, in dem Blutsverwandte zusammenleben. Die Familie ist der Hort, in dem die Fa­milienmitglieder einen Halt haben, wenn es ihnen einmal schlecht gehen sollte. Sie wissen immer, ich kann, wenn es mir schlecht gehen sollte, in meine Familie zurückkehren, sie ist für mich da.
In dieser Familie sollen Gemeinsamkeiten entwickelt werden, die den Familienmitgliedern das Gefühl geben, die­se Familie ist der Hort der Sicherheit, hierhin kann ich zurückkehren, wenn es mir schlecht geht, und es ist immer einer da, der mich auffängt.
Ich achte meine Familie sowie ich auch andere Familie achte, denn ich selbst sorge für meine Familie, indem ich alle Familienmitglieder unterstütze, die meine Hilfe brauchen oder benötigen, aber ich lasse ihnen trotzdem die Freiheit, sich selbst zu entscheiden.
Ich habe hier nur wenige Beispiele über eine Familie gebracht, aber man könnte mehr über eine Familie schrei­ben oder sagen.
Meine lieben Freundinnen und Freunde, macht euch einmal eure eigenen Gedanken über eine Familie, und ihr werdet vieles erkennen, was auch für euch eine Freude wäre, einen liebe Familie zu haben.
Ich grüße euch herzlich, bis bald.

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