Montag, 9. Januar 2012

09.Januar 2012

Jetzt sind schon neun Tage im Januar vergangen, und das Datum meines Geburtstages rückt immer näher heran. Gut es ist der 71-zigste, aber die Zeit vergeht wie im Fluge. Oft habe ich Erinnerungen aus meiner Kindheit im Kopf, besonders auch aus meiner geliebten Heimat, die ich seit über 65 Jahren nicht mehr wiedergesehen habe. Aber heute habe ich eine neue Heimat in Baden-Württem­berg bekommen, denn hier lebe ich seit 50 Jahren, und seit 47 Jahren mit meiner lieben Familie.

Mir geht es an und für sehr gut, denn ich habe Medikamente weggelassen, die mir nicht bekommen sind. Die haben zu erheblichen Kreiskaufschwierigkeiten geführt, aber auch zu einer Einschränkung in den Bewegungen. Die Ärzte scheinen nicht zu wissen, was sie verschreiben, oder sie wissen nicht, was der Patient wirklich an Erkrankungen hat, aber Medikamente werden fleißig verschrie­ben, damit die eigene Kasse stimmt.

Unser derzeitiger Bundespräsident Wulff weiß nicht mehr, wie ihm der Kopf steht, überall scheint er etwas anderes zu sagen, so dass man vermutet, er will nur noch im Amt bleiben. Die Medien ha­ben schon den Begriff „Würden“ gestrichen, weil man hier nur noch von einem Amt reden kann. Es ist nicht besonders klug von Herrn Wulff, mit Erklärungen zurückzuhalten, aber es ist auch der po­litische Streit der Parteien in dieser Sache. Einige Parteien wollen Klarheiten, aber der CDU/CSU und der FDP ist es scheinbar gleich, was Herr Wulff noch in seinem Keller liegen hat, denn bei de­nen kommt es um weitere Leichen nicht darauf an.

Die Iraner bezeichnen die Homosexualität als Krankheit, und ich vermute, dass sie es so wollen, um nicht so viele Schwule hinzurichten, die es auch im Iran gibt. Homosexualität ist keine Krankheit, sondern sie ist eine Art von Sexualität, die von Männern und Frauen ausgelebt wird. Aber hier spielt der Koran eine große Rolle, wie bei uns die Bibel. Jeder Mensch hat ein recht auf eigene Sexualität.

Gestern war ich seit langer Zeit bei uns, in der Dragoner-Kaserne, die von 1960 bis 1963 meine sol­datische Heimat war. Sie ist seit den 90-zigern Jahren eine Universität, aber diese wurde jetzt aufge­löst. Ich bin durch das Kasernengelände gegangen, und es sind sehr viele Erinnerungen aufgekom­men, die mich doch beeindruckt haben, und zwar sehr nachhaltig. Manchmal habe ich gemeint, Kommandostimmen von Kameraden zu hören, und ich sah die angetretenen Einheiten vor den Ge­bäuden.

Aber das Kasernengelände ist sehr schön angelegt. Dort wo der Exerzierplatz war, ist die Fläche mit Rasen angelegt worden. Rund um diesen Platz stehen Bäume und Strauch-reihen, in deren Lücken Bänke und Tische stehen. Die Wege sind alle gepflastert. Die Gebäude, die nicht denkmal­geschützt waren, sind alle abgerissen. Jetzt sieht alles sehr viel schöner aus. Auch der Feuerwehr­teich, der am Rande des Exerzierplatzes stand, ist zugemacht worden. Die alten Gebäude sind alle schön renoviert worden. Die Kaserne ist ein wundervoller Ort der Ruhe geworden, und es kann sein, dass ich dorthin häufiger hingehe. Ich höre auch oft den Gesang meiner Kameraden: wie „Nass und kalt die Nächte, Fallschirmjäger sang...“ oder „Auf Kreta bei Sturm und bei Regen da steht ein Fallschirmjäger auf der Wacht......“. Es sind alles Erinnerungen, die jetzt im Alter zurück­kehren, aber es sind liebe Erinnerungen.

Ich will hier schließen, meine Lieben, denn ich habe noch einiges zu tun. Wir sehen uns Morgen wieder.

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