Freitag, 6. Januar 2012

06.Januar 2012

Heute ist bei uns in Baden-Württemberg ein katholischer Feiertag. Für uns Menschen kann es sehr erholsam sein, aber die Urlaubsregelung ist in diesem Jahr von Weihnachten bis heute nicht opti­mal, denn man kann mit den Feiertagen nicht richtig planen, weil die auf ein Wochenende fallen.

Aber es macht nichts, es werden wieder Jahre kommen, in denen es dann wieder anders aussieht.

Die Schelte an den Bundespräsidenten durch einen Teil der deutschen Bevölkerung ist wahrschein­lich schon gerechtfertigt, denn das mit dem Kredit ist eine persönliche Angelegenheit, aber mora­lisch ist diese ganze Sache, die dabei herausgekommen ist, nicht mit dem Präsidentenamt vereinbar. Der Bundespräsident muss hier die Konsequenz ziehen, ob er zurücktritt oder nicht ist auch seine Sache. Wie er sich entscheiden wird, das ist ungewiss, aber er wird sich entscheiden müssen. Ich habe nichts dagegen, wenn er weiterhin im Amt bleibt, denn er hat deutlich gezeigt, dass auch er nur ein Menschen mit Fehlern und Unzulänglichkeiten ist, denn durch das Präsidentenamt wird man nicht zu einem Übermenschen.

Gestern habe ich meine Heimat Ostpreußen im Winter gesehen. Es war wirklich eigenartig, diese Heimat einmal so zu sehen. In mir sind Erinnerungen aufgestiegen, obwohl ich erst vier Jahre alt war, als wir die Heimat verlassen mussten, so war mir plötzlich ganz anders, denn ich war der Trau­er sehr nahe, weil mir dieser Film sehr nahe ging, und ich meine Heimat wieder sehen konnte.

Es ist komisch, auch wenn man so lange aus der Heimat fort ist, bleibt die Geburtsheimat immer die Heimat, egal wo man ist, besonders im Alter tauchen dann die schönen Erinnerungen auf. So ist es jetzt auch hier in Bruchsal, wo ich jetzt seit 50 Jahren lebe. Ich habe hier meine eigene Familie, die für mich eine große Bedeutung hat.

Gestern dachte ich bei den ostpreußischen Wälder „du bist mein Heimatland, aber es ist schade, dass ich dorthin nicht mehr zurückkehren kann“.

Wie geht es euch, wenn ihr eure Heimat seht? Seit ihr auch traurig, oder könnt ihr immer hinfahren oder auch hingehen? Ich kann leider nicht mehr zurückkehren, so bleibt dieser Wunsch nur ein Wunsch und die Erinnerung an eine wunderschöne Heimat. Jetzt im Augenblick muss ich an meine Oma, an meinen Opa und an die Tanten und Onkels denken, die alle tot sind, und die fern der Hei­mat starben. Nur mein Onkel Erich ist in Ostpreußen geblieben, er ist dort Ende März 1945 in Pil­lau gefallen, und er ist auch dort bestattet worden.

Lassen wir die Trauer um die Heimat fallen, und wenden wir uns dem Leben heute zu. Ich selbst werde jetzt schließen, und deshalb wünsche ich euch einen wunderschönen Tag, und bitte genießt diesen Tag, als wenn es euer letzter wäre.

Also tschüss bis morgen.


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