Mittwoch, 2. November 2011

Massengrab aus der Steinzeit

Irgendwo fand man ein sogenanntes Massengrab aus der Steinzeit, es soll 5000 Jahre alt sein. Nun gut, über ein Massengrab kann man eigentlich nicht so reden, denn Massengräber entstehen erst nach Unfällen oder Kriegen oder Ermordung mehrerer Menschen. Heute hauptsächlich nach den Bürgerkriegen, nachdem sich Stalin`s Sa­tellitenstaaten so langsam aufgelöst haben, und die damaligen Machthaber es nicht wollten, dass die Menschen mehr an Freiheit wollten.

Heute werden nach Unfällen und sonstigen Katastrophen die Menschen in Einzelgrä­ber bestattet, außer wenn ein Pärchen will, gemeinsam bestattet werden, aber gehört habe ich bisher davon nicht. Es gibt auch Straftäter, die ihr totes Opfer in einen frem­den Sarg schmuggeln, warum auch nicht, denn dann spart man die Beerdigungskos­ten.

Ob die toten Menschen in der Steinzeit, als die Menschen im sogenannten Massen­grab durch einen Jagdunfall oder Kampf getötet wurden, das ist ungewiss, aber sie sind tot, und sie wurden gemeinsam bestattet, oder in ein Loch gelegt, und dann mit Erde bedeckt, damit kein Tier an ihrem Leichnam kommen konnte.

Ich glaube, es gab so damals diese Riten, mehrere Tote in einem Loch zu beerdigen, denn man wollte diese loswerden. Andere Menschen werden ihre toten Mitmenschen verspeist haben, denn zu essen gab damals schon, aber nicht viel. Dann war es schön, wenn man sich den Bauch vollschlagen konnte, auch wenn der tote Nachbar in den eigenen Bauch verschwand.

Ich sage : tot ist tot und Fleisch ist Fleisch. Von wem das Fleisch stammt, oder zu wem es gehörte, das war eigentlich egal, dann es musste manchmal gegessen werden, denn der Hunger war auch in der Steinzeit groß und da, und warum sollte man nicht die eigenen toten Verwandten und Stammesangehörigen essen.

Das Massengrab beinhaltete neun tote Menschen. Wenn ich daran denke, wie man sich hätte den Magen vollschlagen können, so ist es schon bedauerlich, wenn man das Essen so vernichtet hat, man hätte diese Freunde schon essen sollen.

Gut, wenn es Opfer eines Verbrechens waren oder sogar Kriegsopfer, dann hat man schon das Verständnis, dass man die Toten begrub.

Was vor 5000 Jahren wirklich geschehen ist, das weiß keiner, denn es war keiner von uns dabei, aber man kann vermuten, und darin sind die Menschen Weltmeister, aber das Vermuten hilft uns auch nicht weiter.

Aber ich frage mich: was sollen wir mit diesen Erkenntnissen, die uns jetzt aufge­tischt werden, und die vor 5000 Jahren geschehen sind? Sind diese nachgeholten Er­kenntnisse, die bestimmt auf falsche Entschlüsse schließen lassen, für unser Leben so wichtig? Eigentlich nicht, denn auch wir werden sterben, und die gemachten Er­kenntnisse werden dann in irgendeinem Buch stehen, schön niedergeschrieben und uns Leser anstarren, und werden uns fragen: verstehst du das?

Man kann Altertumsforschung betreiben, aber bringen diese Forschungen etwas für die Zukunft? Die Zukunft erforschen könnte etwas für die nächsten Generationen bringen, möglicherweise, aber die Menschheit steht am Abgrund ihres Verschwin­dens, und nach uns wird etwas kommen, das wir heute noch nicht kennen, vielleicht auch nicht kennen wollen.

Wir Menschen glauben, also glauben, dass wir ewig leben würden, aber das tuen wir nicht. Wir können älter werden, aufgrund vieler Faktoren: wie gutes Essen, ausrei­chendes Essen und gute Medizin, aber es wird auch heftige Rückschläge geben, bis zur Fruchtlosigkeit des Menschen.

Also betrachten wir die Altertumsforschung für ein Hobby, indem wir vermissen, da­mals nicht gelebt zu haben.

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