Donnerstag, 13. Oktober 2011

Mensch und Macht

Die beiden Begriffe, wie Mensch und Macht, könnten als eine Begriffsvariante auf­treten, wenn man es wollte. Oder auch als Partner im Leben eines Menschen. Denn der Mensch will nicht nur leben, wenn er am Leben ist, sondern er will auch, wenn es möglich ist, über andere Menschen herrschen. Er will die Gewalt über andere Men­schen, denn er möchte mit den Menschen machen können, was er will.

Kann man es so dastehen lassen? Ich weiß es noch nicht so, denn meine Lebenserfah­rungen mit Menschen zeigen mir ein Bild vom Menschen, der nicht ohne Gewalt le­ben kann, denn die Gewalt ist eigentlich sein Begleiter im Leben.

Aus dieser Gewalt erhebt der Mensch seinen Anspruch auch auf Herrschaft. Es geht ihm nicht um die Herrschaft über die Tiere, sondern über die eigenen Artgenossen. Unseren Vorfahren ging es anfangs um die Herrschaft über die Natur, denn sie dach­ten nach, wie sie die Natur beherrschen könnten, um genügend Nahrung zu bekom­men. So auch in der Bibel die Aussage: dass der Mensch die Natur beherrschen solle. Diese Aussage hat der Mensch selbst getätigt, um einen Anspruch auf die Macht auf diesem Planeten zu erheben.

Aber es blieb nach nicht bei der Natur, denn die Menschen gingen einen Schritt wei­ter. Sie ließen sich anfangs zu Anführern, also zu Häuptlingen einer Gruppe wählen, und führten diese Gruppe zur Jagd oder auch zum Kampf gegen andere Gruppen. Daraus entwickelte sich ein Patriarch der Gewalt und der Herrschaft über Menschen, die einerseits dem zustimmten, aber andererseits auch nicht. Es muss schon damals Kämpfe um die Herrschaft gegeben haben, nur wissen wir nichts darüber. Aber meine Erfahrungen mit den Menschen, und auch meine langjährigen Beobachtungen in die­sem Bereich, zeigen mir deutlich, mit wem ich es zu tun habe, wenn ich mit Men­schen zusammen bin.

Im Prinzip habe ich es mit Wesen zu tun, die oft gleich die Gewalt über einen Men­schen übernehmen wollen. Sie wollen bestimmen, was der andere Mensch macht und was er denkt. Dieser Mensch sich ihnen bedingungslos unterwerfen. Es kommt auf die Bedingungslosigkeit an, und nicht auf die Menschlichkeit auf das Menschsein und die Art des Menschen innerhalb der Tiergemeinschaft.

Die Macht hat für den Menschen die Faszination über etwas herrschen zu können, und er kann mit dem Etwas umgehen, so wie seine Emotionen es bestimmen. Einer­seits mit viel Herzlichkeit und Menschlichkeit und im gleichen Moment mit Brutali­tät, dem Hang zur Folter und zum Töten.

Macht beinhaltet die beiden Faszinationen des menschlichen Verhaltens von Menschlichkeit und Nichtmenschlichkeit. Der Mensch strebt immer danach, seine Emotionen zu befriedigen, denn er will das Gefühl haben, geachtet aber gleichzeitig gefürchtet zu werden. Ob die Sexualität dabei eine Rolle spielt, könnte möglich sein, oder ist auch nicht auszuschließen.

Aber wie soll man dieses Phänomen ganz aus dem menschlichen Verhalten aus­schließen, und kann man das überhaupt?

Wenn ich die Menschen oft in den Medien betrachte oder auf meinen Spaziergängen, aber insbesondere das Verhalten der Menschen zu ihren Mitmenschen, dann kann ich wiederum sagen, der Mensch könnte ein Verhältnis zu seinen Mitmenschen schaffen, das ohne Herrschaft über diesen möglich ist, denn Macht hängt nur an den Emotio­nen des einzelnen Menschen. Wenn man die Emotionen des Menschen besser kon­trollieren kann, dann kann der Hang zur Macht auch abgebaut werden.

Denn der Hang zur Macht liegt zweifellos in den Emotionen des Menschen. Der Mensch lässt sich beim Streben nach Anerkennung durch andere Menschen durch diese Emotionen verleiten.

Streben wir nicht nach der Macht, sondern nach der Menschlichkeit und nach dem Leben, welches sehr kurz sein kann. Die Krankheiten auf diesem Planeten sind ein größeres Problem, das man beseitigen müsste, und das kann man nur, wenn man es gemeinsam vollzieht.


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