Freitag, 28. Oktober 2011

Der Tod des Tyrannen

Der Tod des Tyrannen

Ich hatte mir selbst eine schöpferische Pause verschrieben, aber der Tod von Gaddafi hat mich wieder auf den Plan gerufen.

Man kann den Tod des Tyrannen oder von Gaddafi sehr unterschiedlich sehen, denn ich sehe ihn anders als manch anderer Mensch, denn ich liebe die Todesstrafe oder das Töten von Menschen nicht. Auch wenn das Töten in diesem Falle etwas anderes erscheint als in einem Strafmaß, so ist es das Töten eines Menschen. Es mag das Ge­fühl der Rache bei diesem Töten vorgelegen haben, aber muss denn wirklich aus Ra­che getötet werden?

Der Tyrann ist weg, aber was kommt danach? Die nächsten Tyrannen der Menschheit stehen schon in den Startlöchern, es sind die Islamisten. Wie werden die Islamisten die neugewonnene Freiheit angehen, und mit welchem Programm werden sie den Norden Afrikas beglücken? Werden die Islamisten zum ursprünglichen Islam zurück­kehren, und den Frauen die Freiheit verweigern, oder wird es einen Aufstand gegen die Islamisten geben, oder sogar ein Krieg zwischen den Islamisten und dem Rest der Weltbevölkerung oder Erdbevölkerung?

Doch momentan beschäftigt man sich mit den ersten freien Wahlen in Tunesien und später in Libyen, aber Ägypten wird auch noch hinzukommen. Da leben noch die Kopten, eine Christengemeinde, und ich denke, es wird dort zu Auseinandersetzun­gen zwischen Christen und Islamisten kommen.

Man muss die derzeitige Weltsituationen schon genau betrachten, denn auch in der Türkei und anderen islamischen Ländern haben sich Islamisten in führende Positio­nen geschlichen, aber ob sie Erfolg haben werden, das liegt auch an den Frauen, ob sie sich den Islamisten unterordnen und an der Jugend in diesen Ländern.

Ich selbst betrachte die Situation etwas skeptisch und auch vorsichtig, und ich ver­spüre in mir keine Euphorie darüber, dass die Demokratie in den nordafrikanischen Ländern gewonnen hat, denn man hat nur Tyrannen vertrieben, die Milliarden an Volksvermögen auf die Seite geschafft haben.

Vielleicht spinne ich auch und sehe schwarz, aber das tue ich nicht, ich bin nur vor­sichtig, weil zu viel an Bewegung hinter dieser demokratischen Bewegung steht.

Warten wir es ab, wie sich das Ganze weiterentwickelt. Es kann auch sein, dass sich die Menschheit durch einen atomaren Krieg ganz auflöst, was auch nicht schlecht ist. Ich habe zu einer Zeit gelebt, die auch angespannt war, und war dabei Soldat gewe­sen, also immer mit dem Wissen belastet, ich könnte bald in einen Krieg ziehen, aber es blieb eine friedvolle Zeit nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, was ich auch nicht gedacht hätte.

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