Montag, 12. September 2011

Rechtsradikale in einem Dorf

In Ostdeutschland gibt es ein Dorf, in dem die NPD das Sagen hat. Es gibt keine an­deren Parteien, die in der Opposition stehen. Die NPD macht diese Parteien platt, aber wie kann so etwas kommen.

Das Dorf liegt nahe der polnischen Grenze. Es besteht von daher ein Hassverhältnis zu Polen, das sich aus dem verlorenen zweiten Weltkrieg ergibt. Nach den Theorien der Rechtsradikalen ist Polen scheinbar Schuld an dem verlorenen Krieg.

Dann kommt noch hinzu, dass Polen die andere Seite der Oder bekommen hat, aber Polen hat auch eigenes Land an die damalige Sowjet-Union abgeben müssen, was die Polen auch nicht wollten, aber den Nazis stört dieses Argument überhaupt nicht. Sie bleiben bei der Theorie „Verlust von deutschem Boden“.

Während der DDR-Zeit haben die Rechtsradikalen nichts gelernt, außer das sie die DDR ablehnten, aber das haben die Westdeutschen auch gemacht, also die Parteien in Westdeutschland. Aber das die NPD nach der Wiedervereinigung soviel Zuwachs bekommen hat, dass sogar ein ganzes Dorf dem Zepter eines rechtsradikalen Regie­rung unterliegt, das ist wohl einmalig. Im Grunde genommen waren diese Menschen schon immer rechtsradikal eingestellt. Während der DDR-Zeit spielten sie den Sozia­lismus, aber jetzt nach der Wiedervereinigung zeigten sie ihr wahres Gesicht.

Wie lange werden sich die Rechtsradikalen dort halten? Das ist wohl die Frage jedes Demokraten, denn ob der Nachwuchs ihren Vorvätern in der Politik nacheifert, kann man heute noch nicht sagen. In den folgenden Jahren kann sich viel ändern, beson­ders dann, wenn die Polen näher an Deutschland rücken, und wenn es Europa gelingt, eine gemeinsame Regierung aufzustellen. Es wird immer Rechtsradikale geben, denn auch in der Bildung von Parteien geht es um Macht, denn Politik heißt Macht bekom­men und Macht besitzen.

Die Rechtsradikalen haben durch die politische Besetzung des Dorfes politische Macht bekommen und werden dies auch vorläufig behalten. Ob eine andere Partei oder ob andere Parteien dort eindringen können, ist wohl schwierig, besonders auf ei­nem Dorf, denn ich kenne es von früher.

In einem Dorf gibt es sehr feste Strukturen, denn die Bewohner kennen sich alle, und jeder weiß genau, wer Leichen im Keller hat, aber diese Leichen lässt man genüsslich ruhen, weil keiner als Totengräber verschrieen werden will.

Dazu kommen noch die Verwandtschaftsverhältnisse in einem Dorf, d.h. die Men­schen sind untereinander verwandt. Ob jetzt alle in diesem Dorf auch rechtsradikal sind, das weiß ich nicht, denn ich kenne die Bewohner nicht.

Es lebe die Freiheit und die Demokratie, der Rechtsradikalismus ist Vergangenheit des deutschen Volkes, und hat hier nichts mehr suchen.






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