Montag, 26. September 2011

Massengrab in Libyen gefunden

Jetzt haben die Rebellen in Libyen in der Nähe eines Gefängnisses ein Massengrab gefunden. Dieses Gefängnis gehörte zu Gaddafis Folteranstalten. Hier wurden die Gefangenen gefoltert und dann getötet, und im Wüstensand verscharrt. Für die Ange­hörigen blieben diese Toten unauffindbar, schon deshalb, weil sie nach diesen Men­schen nicht fragen durften, um nicht selbst ins Gefängnis zu kommen.

Wenn ich immer mehr nachdenke, dann frage ich mich auch: warum machen Men­schen solche Taten? Man kann doch mit Menschen auch anders umgehen. Wenn man ihnen keine Straftaten also Verstöße gegen ein Gesetz nachweisen kann, dann muss man sie freilassen, das wäre die eigentliche Lösung eines Konfliktes, aber einen Menschen zu töten, von dem man nicht weiß, ist er schuldig oder nicht, das ist selbst kriminell und gehört vor ein Strafgericht.

Das Schlimme an diesen Morden ist, dass die Machthaber den Befehl zu diesen Mor­den geben, und sie finden unter den Menschen immer wieder Menschen, die das Morden übernehmen. Man könnte hier davon ausgehen, dass die Mörder Lust am Tö­ten haben, also am Hinrichten eines Menschen. Sie sehen es gerne, wenn der andere Mensch in seinem Blut daliegt, was sie mit dem Schuss oder Messerstich angerichtet haben. Aber ist es wirklich so schön, einen toten Menschen vor sich liegen zu haben, den man mit eigenen Händen getötet hat?

Wir sprechen immer von der Zivilisation der Menschheit, aber ich habe davon noch nichts gesehen. Staaten die sich zivilisiert geben, sind in der Strafgesetzgebung und der Ausführung der Strafen in einer Zeit, die man als hinterwäldlerisch bezeichnen kann, also in den Anfängen der Menschwerdung.

Aus einer Bestrafung eines Täters darf nie der Tod kommen, denn wir Menschen ha­ben nicht das Recht, andere Menschen zu töten, auch wenn die selbst einen Men­schen getötet haben.

So hatte auch Gaddafi nicht das Recht, politische oder sogenannte politische Gefan­gene ohne Urteile hinzurichten. Dieses Verhalten stammt aus den Anfängen der Menschwerdung, und hatte nur den Sinn, überleben zu können.

Aber heute sind wir so weit, dass wir nicht mehr darauf achten müssen zu überleben,

sondern heute wollen wir leben, und zwar wollen wir alle gemeinsam leben. Das es manchmal irgendwelche Streitigkeiten gibt, dass ist mir klar, aber diese lassen sich oft durch ein Gespräch bereinigen, wenn man den Gesprächspartner als Menschen achtet.

Aber man kann nicht massenhaft Menschen töten, die nur eine andere Meinung ha­ben, als man selbst.

Aber hier frage ich mich, hat die westlichen Industrienationen nicht Mitschuld an diesen Tötungen, denn sie haben Gaddafi wehren lassen, ohne ihn darauf anzuspre­chen oder ihm klar zu sagen, dass er mit diesen Schlachtungen von Menschen aufhö­ren soll. Der Westen hat von diesen Tötungen gewusst, aber hat sich nie darum ge­kümmert.

Wir Menschen stecken noch immer in den Anfängen der Menschwerdung. Ob wir diese Anfänge einmal verlassen werden oder es können, das ist zweifelhaft, sowie ich es jetzt betrachte. Wir haben nicht gelernt, wie man mit uns selbst umgeht und damit auch mit anderen Menschen. Doch man hat immer den Feind im anderen Menschen gesehen, die Konkurrenz, mehr nicht.

Denkt einmal über uns Menschen nach. Betrachte dich einmal selbst, wenn die da­sitzt und über dein Leben nachdenkst, dann wirst Dinge entdecken, die dir unbekannt vorkommen, aber die da sind, und dich letztendlich belasten.

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