Mittwoch, 14. September 2011

Griechenland-Pleite

Ob Griechenland in die Pleite geht, das ist bestimmt gewiss, denn die Griechen haben kein Geld mehr, um den Staat liquide zu halten. Eine richtige Insolvenz ist gefragt, und das könnte auch auf einen Staat zutreffen, warum auch nicht. Natürlich werden die europäischen Länder versuchen, diese Pleite so gering wie möglich zu halten.

Aber der derzeitige Rettungsschirm wird nicht durchhalten, denn Griechenland ist nicht nur allein ein Pleitegeier, sondern es gibt auch andere europäische Staaten.

Das Schlimme an dieser Pleite ist die Schuld der Politiker, die nicht wollten, dass sich die Steuern in den einzelnen Länder erhöhen. Sie wollten die niedrigen Steuer­sätze, damit die Reichen im Lande bleiben, aber wenn in Europa die Steuersätze gleich sind, dann können die Reichen nicht so einfach verschwinden. Die Steuer soll­te allgemein angehoben werden, denn die meisten Reichen verdienen ihr Geld durch Anlagen und nicht durch Arbeit. Es wäre an der Zeit, die Verdienste aus den Anlagen höher zu besteuern.

Griechenland hätte schon zu Beginn, als der Euro eingeführt wurde, die Steuern erhö­hen, aber gleichzeitig hätte das Land ihren eigenen Haushalt in Ordnung bringen sol­len. Man kann ohne einen soliden Staatshaushalt keinen Staat führen.

Jetzt wo es ans Sparen geht, wird überall herum gemosert, und der Staat wird mit al­len Mitteln bekämpft, aber was soll das?

Die Leute sollen zum Führen eines anständigen Haushaltes erzogen werden, indem sie es lernen, so etwas, auch durchzuziehen. Natürlich ist es mit Arbeit verbunden, aber eine derartige Arbeit kann später reiche Früchte tragen.

Die Reichen in Griechenland werden ihrem Land finanziell den Rücken zeigen, d.h. sie werden ihr Geld ins Ausland bringen. Die Politiker werden das selbe tun, weil sie korrupt sind. Es wird so bleiben, wie es schon immer war, denn die Griechen denken nicht daran, ihren Staatshaushalt in Ordnung zu bringen, weil es mit viel Arbeit und Sparen zu tun hat. Wer spart schon gerne, wenn es nicht sein Geld ist.

Das Augenmerk wird in der nächsten Zeit auf Griechenland fallen, weil man ge­spannt ist, wie sich die Griechen verhalten. Wer anschließend ran kommt, das ist noch ungewiss, es kann Italien oder Portugal sein, aber auch ein anderer Staat.

Die Börse reagiert sehr sensibel auf diese Staatspleiten, obwohl es nicht braucht. Aber es gibt Börsianer, die die Staatspleiten sehr gerne mögen, weil die viel Geld in die eigene Tasche spülen können.

Die griechischen Anleihen werden mit einer hochgradigen Verschuldung verbunden sein, so vermute ich.

Es wird für Europa schwer sein, die Staatsverschuldungen herabdrücken zu können, aber ich denke, irgendwie wird es schon gehen, denn die Staaten werden sich vermut­lich noch weiter verschulden. Ein europäischer Krieg wird diesmal nicht kommen, sowie es früher der Fall war, wenn die Staaten verschuldet waren. Heute wird mit dem Kopf gedacht und nach einer praktikablen Lösung gesucht, die es auch gibt. Man muss nachdenken, obwohl bei einigen Politikern keine Gehirnmasse vorhanden ist.

Sehen wir uns jetzt einmal Griechenland an, wie dort alles abläuft, es kann sehr ange­nehm sein, und einen ausreichenden Lehrfilm bieten, wie man die Schuldenfalle nicht auflöst.

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