Mittwoch, 24. August 2011

Tripolis

Die sogenannten Rebellen haben es scheinbar geschafft. Sie haben die Hauptstadt von Libyen, Tripolis, erobert, und werden vermutlich die Regierung von Libyen übernehmen. Ich bin gespannt, wie die ganze Sache verläuft, ob nicht die radikalen Islamisten Anforderungen an die neuen Machthaber stellen, so wie Teilnahme an der Regierung und Errichtung eines islamischen Staates. Mit der Errichtung eines islami­schen Staates wären die Rebellen genau wieder da, bei Gaddafi, dann hätten sie auch Gaddafi an der Regierung belassen sollen.

Nach der Machtübernahme müssen erst einmal die menschlichen Schäden, aber auch die sachlichen Schäden beseitigt werden. Dabei kann es wieder zu Spannungen zwi­schen den Rebellen kommen.

Die Rebellen sind begeistert, Tripolis befreit zu haben. Denn die Einnahme dieser Stadt ist das Symbol der Macht einer neuen Generation von Politikern. Für die Liby­ern ist es gleichzeitig der Sieg über eine Familiendiktatur und der Sieg der Demokra­tie der Freiheit. Dieses Sieg kann weitere muslimische Staaten aus ihren Träumen reißen, das heißt, die Machthaber müssen wahrscheinlich die Segelstreichen, bevor sie von den mutmaßlichen Rebellen zur Aufgabe gezwungen werden.

Aber nicht nur für die libyschen Rebellen sind die Islamisten eine Gefahr, sondern für alle muslimischen Staaten, denn Islamismus bedeutet soviel wie Diktatur.

Jetzt an Libyen werde ich sehen, wie sich der Islamismus gegenüber den neuen Machthabern verhält.

Die Eroberung von Tripolis kann auch mehr Ruhe in die islamische Welt bringen, aber auch Unruhe, denn wie ich schon sagte, gibt es noch einige muslimische Länder, die noch unter einer Diktatur leiden, sie Saudi-Arabien.

Afghanistan liegt weit weg, so denkt man häufig, aber über Computer ist auch Afgha­nistan zu erreichen, oder man kann auch die anderen Länder erreichen. Der Islamis­mus ist in Pakistan und Afghanistan sehr stark vertreten, und er hält sich in beiden Länder sehr gut. Doch es liegt an den Menschen, an ihrer Intelligenz und an ihren Er­fahrungen, die sie mit dem Islamismus gemacht haben, um sich vom Islamismus zu distanzieren. Religion, besonders der Fanatismus in der Religion, und Politik vertra­gen sich nicht gut, denn Politik bezieht sich auf eine bunte Facette von politischen Meinungen, Fanatismus nur auf eine.

Ich wünsche allen Menschen die Erkenntnis, sich gegenseitig zu helfen und in jeder Notsituation beizustehen, sowie es bisher immer der Fall war. Wenn die Menschheit zusammensteht, dann kann sie auch die Not überwinden.

Den Rebellen von Libyen wünsche ich alles Gute für die kommende Zeit.






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