Donnerstag, 25. August 2011

Gewitter

Jetzt beginnt wieder die Zeit der sogenannten Unwetter. Wir Menschen bezeichnen diese Wettersituationen immer so, weil das Wetter nicht unter unserer Kontrolle steht, was auch sehr gut ist.

Sobald das Wetter in die Richtung geht, die für uns nicht genehm ist, dann nennen wir es schlechtes Wetter. Wird das Wetter schön, dann strahlen über alle vier Backen, und sagen dann: es ist ein gutes Wetter. Wir das Wetter heiß, wie in den letzten Ta­gen, dann spricht man wieder von einem Scheisswetter, es kommt hier darauf an, wie man zur Hitze steht. Mir macht die Hitze nichts aus, denn ich habe einen Körper, der irgendwie sehr eigenartig ist. Auch bei Hitze mache ich Sport, denn mein Körper braucht aus gesundheitlich Gründen den Sport, die körperliche Belastung.

Als ich so im Alter von 11, 12 Jahren war, da war es eigentlich auch nicht anders als heute. So habe ich vor Gewittern keine Angst, denn ich kann das Gewitter beobach­ten, wenn ich nicht gerade schlafe.

Vor jedem Gewitter werde ich ausreichend müde. Ich schlafe dann ein, und ich habe auch einen tiefen Schlaf, so dass ich die Donnerschläge nicht höre. Nur wenn irgend­wie Gefahr droht, werde ich sofort hellwach, und ich brauche auch keine Zeitspanne, um mich zu orientieren, wo ich bin. Aber wenn ich wach bin, dann sehe ich dem Ge­witter gerne zu.

Gut zurück zu meinem kindlichen oder jugendlichen Alter. Ich wurde immer von meiner Mutter geweckt. Meine beiden Halbschwester waren schon wach. Auf dieses Wecken war ich sauer, aber meine Mutter und meine beiden Schwester hatten von Gewittern wirklich eine herrliche Angst.

Man muss verstehen, wir wohnten damals in Baracken des ehemaligen Reichsarbeits­dienstes. Wenn ein Blitz in diese Baracken einschlug, dann wäre es nicht sehr schön gewesen, d.h. unsere Baracke wäre sehr schnell abgebrannt, darum wollte meine Mutter alle bei sich haben. Was irgendwie verständlich war. Ich hatte es schon ver­standen, aber durch das Wecken war ich sauer.

Jetzt kam mein Auftritt. Ich erzählte meiner Familie schöne kleine Geschichten. Die ersten Geschichten konnte man als schön bezeichnen, aber dann kamen die Geschich­ten mit einem Horrorpotential, dass jede Menschlichkeit überschritt.

Wenn mich einer angezeigt hätte, wegen Verbreitens von Schrecken und Unmensch­lichkeit, dann wäre ich wohl vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag ange­klagt worden.

Jetzt im Alter sind meine Geschichten harmlos und sehr verträglich.








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