Dienstag, 16. August 2011

Gewalt gegen Blutsverwandte

Was mir immer bei Revolutionen auffällt, ist der Einsatz von Militär gegen die eige­nen Bewohner. Dazu befrage ich mich selbst: warum macht man es?

Zur Zeit gibt es viel Revolte in den arabischen Ländern. Die jungen Menschen in die­sen Ländern wollen nicht mehr, so wie ihre Vorfahren leben, im Rahmen ein Patriar­chats, was in der heutigen Zeit keinen Sinn macht. Die Menschen wollen freier Le­ben, sie wollen am Regierungsstil der Regierenden mitwirken, aber sie wollen in ei­nem demokratischen Land leben, es ist der Weg zur Freiheit.

Die derzeit Regierenden zeigen für die Bewohner kein Verständnis, denn dann müss­te man die Bewohner auch an dem Einkommen von Ölgeschäften beteiligen, aber wer macht das schon, wenn er mit den Ölgeschäften sich selbst bereichern kann.

Der Regierungschef gibt seinem Verteidigungsminister den Befehl: Truppen Marsch.

Die Truppen werden in Bewegung gesetzt. Damit die Soldaten auch schießen, wird ihnen gesagt, dass es Menschen sind, die das Vaterland in den Abgrund stürzen wol­len, sie müssen aufgehalten werden, auch mit Schüssen aus Panzerrohren und Schnellfeuergewehren. Der Soldat ist Befehlsempfänger und es richtet sich nach den Befehlen seiner Vorgesetzten. Also Feuer frei.

Das der Soldat auch seinen Bruder, Vater oder sonst wen aus seiner Verwandtschaft treffen könnte, das bekommt er nicht mit, denn er hat seinen Befehl erhalten, und die­ser scheint für Soldaten heilig zu sein.

Bei der Ausführung des Schießbefehls beginnt das eigentliche Drama, denn der Sol­dat gerät in den Zwiespalt, auf der anderen Seite steht meine Familie, und ich unter­stehe dem Regierungschef und der Regierung, was mache ich?

Es ist eine zwiespältige Angelegenheit, besonders für junge Soldaten, aber auch all­gemein gesehen. Für mich wäre es ein Horror zu erfahren, ich müsse in einer derarti­gen Krise, auf Verwandte schießen, ja allgemein betrachtet, auf Menschen schießen. Auf Menschen, die nur die Freiheit wollen, mehr nicht, die ich selbst letztendlich auch haben möchte.

Aber warum der plötzliche Blutrausch bei den Soldaten gegenüber den Blutsver­wandten? Das ist für mich eine Frage, die ich gerne auch für mich selbst beantworten möchte. Es ist auch nicht ohne, wenn man auf der Gegenseite ist, und gegen die Sol­daten kämpft, dabei kann es leicht sein, dass man vielleicht auf seinen eigenen Bru­der schießt. Ob man es auch wissentlich machen wurde, das denke ich nicht, denn das wäre irgendwie nicht richtig, aber wer kann das ausschließen? Ich nicht.

Oder ist es kein Blutrausch, sondern nur die sogenannte Pflicht, den Regierungschef und die Regierung zu schützen, oder will der einzelne Soldat auch seine Existenz als Soldat schützen?

Ich weiß es nicht, denn es wurden meines Wissens noch keine Soldaten zu diesem Thema befragt, und wenn, dann habe ich nicht die Ergebnisse, oder es liegen keine vor.

Ein sogenannter Bürgerkrieg ist ein sehr hässliche Sache sowie jeder Krieg auch. Ich selbst wäre froh, wenn es keine Kriege mehr gebe, und wenn es nur noch Demokrati­en geben würde. Die Freiheit des Menschen ist für die Menschheit von großer Wich­tigkeit. Aber davon sind wir noch zu weit entfernt, denn die Bestie Mensch ist ein Zwiespalt zwischen Natur und kommender Zivilisation.


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