Samstag, 16. Juli 2011

Wieder vereint

Jetzt ist meine Frau wieder zu Hause. Ich bin sehr glücklich, aber es ist stilles Glück, weil ich wirklich sehr glücklich bin. Es ist wirklich ein wunderschöner Tag, dieser Tag, an dem meine Frau wieder da war.

Es ist wirklich sehr komisch, wenn die Frau mich für einen Krankenhausaufenthalt für eine kurze Zeit verlassen muss. Aber ich habe meine Frau täglich dreimal besucht. Dieses Besu­chen war auch für mich wichtig, weil ich immer meine Frau angetroffen habe.

Es ist komisch wie man sich selbst verhält, wenn man selbst in einer derartigen Situation steckt.

Man wird still in seinem Verhalten und auch nachdenklich beim Überlegen, wenn man an die Situation denken muss. Aber ich bin sehr gut damit fertig geworden. Denn jeder hat sei­ne eigene Methode, sein Leben zu gestalten, auch wenn es manchmal sehr schwer werden sollte.

Wenn man sehr lange verheiratet ist, dann ist es eine Gemeinschaft, die besagt, unsere Ge­meinschaft ist stark, auch wenn die Gesundheit nicht so richtig mitspielt.

Aber gerade derartige Situationen besagen, dass eine gewisse Stärke vorhanden ist oder vor­handen sein muss, um nach Außen hin, Stärke in der Gemeinsamkeit zu zeigen.

Aber jetzt ist es wunderbar. Meine Frau ist auch jeden Abend da, und ich habe jetzt eine vertiefende Verbindung zu meiner Frau bekommen. Ich weiß, dass ich meine Frau haben möchte, denn ich möchte mit ihr alt werden, und wenn eines Tages der Tag kommt, an dem ein Abschied genommen werden muss, dann werden auch wir Abschied voneinander neh­men, anders geht es nicht.

Bis zu diesem Tag möchte ich mit meiner Frau glücklich sein, schon ihr Anblick löst in mir Glücksgefühle aus, und solange wir leben und zusammenleben werden wir glücklich sein. Ob ihr es versteht: ich weiß es nicht, aber denkt einmal nach, und das Nachdenken lohnt sich auch.

Das Altern ist sehr eigenartig. Oft hat man es noch im Kopf, aber die Füße wollen dann nicht mehr. Manche verzweifeln, aber andere leben trotzdem frohgemut weiter, denn auch die Altersbeschwerden können diese Menschen nicht beeinflussen. Man muss sich aber an das Altern anpassen, man muss es selbst miterleben, aber danach versteht man auch das Al­tern.

Trotz alledem bin ich wirklich glücklich, besonders mit meiner Frau, aber auch mit meiner lieben Tochter, die uns immer unterstützt.

An dieser Stelle möchte ich meiner Frau und meiner Tochter danken. Ihr seid mein Halt in meinem Leben, den ich nicht verlieren möchte. Immer wenn einer von euch beiden nicht da ist, so werde ich unruhig. Und wenn ihr wieder da seid, dann wird meine Liebe stärker zu euch.

Ich danke euch, meine beiden Lieben.










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