Samstag, 23. Juli 2011

Oslo

Jetzt hat der Terror auch in Norwegen zugeschlagen. Zuerst wurde im Regierungsviertel ge­bombt, dann auf einer kleinen Insel vor der Küste von Norwegen, wurden über 100 Kinder von einem Mann oder auch mehreren Männer mit Gewehren getötet.

Es ist ein grausamer Anschlag, besonders im Hinblick auf die Kinder. Den Hintergrund kennt man noch nicht, aber den Anschlag kennt man, und darüber ist wohl die ganze Menschheit erschrocken.

Man geht hier nicht von einem islamischen Anschlag aus, das würde mich auch wundern, besonders bei den vielen Kindern. Aber wer hat hier seinen sinnlosen Frust abgelassen, in­dem Kinder mit hineingezogen wurden?

Es wird die norwegische Regierung sein, die diesen Fall über die Polizei aufklären muss.

Irgendwie bin ich sehr erschrocken, dass es zu einem derartigen Massaker kommen muss. Ob es die rechtsradikalen Kräfte waren? Das ist schon möglich. Eine Bande kann es nicht gewesen sein. Auch ein Einzeltäter könnte es nicht sein, denn zuerst hätte er das Regie­rungsviertel bombardieren müssen, und gleichzeitig wären die Jugendlichen und Kinder auf der Ferieninsel dran. Wie hätte es ein Einzeltäter schaffen sollen?

Für die Eltern ist es grausam, ihr Kind oder ihre Kinder durch einen Schützen zu verlieren, der mit einer Maschinenpistole die Kinder reihenweise umlegt.

Der Attentäter muss von einem Hass auf die Gesellschaft getrieben worden sein, und wenn er Hintermänner hat, so haben diese Hintermänner diesen Hass für sich und für ein derarti­ges Attentat ausgesucht.

Auch bei uns kann so etwas passieren, was ich nicht hoffe. Es muss sehr viel Hass in die­sem Attentäter gewesen sein. Der Hass musste gesät worden sein, hat sich langsam und un­erkannt entwickelt und hat sich jetzt seinen eigenen Weg gebahnt, einen schrecklichen Weg mit schrecklichen Folgen.

In mir ist sehr viel Trauer, besonders für die Opfer, aber auch für den Täter. Ich selbst kann diesen Hass nicht begreifen, weil ich ihn nicht kenne.

Wir sagen immer, es hat schon immer Terror mit vielen Opfern gegeben, und es wird auch weiterhin Terror mit vielen Opfer geben. Der Mensch ist das, was ich als Chaot bezeichne, er ist ein Gefühlschaot.

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