Donnerstag, 14. Juli 2011

Neue Einheit

Dann kam ich 1961 im Frühjahr in eine neue Einheit, die gerade aufgestellt wurde. Es war eine Aufklärungseinheit. Denn Panzeraufklärer gab es schon, aber andere Aufklärungsein­heiten noch nicht. Aber man brauchte diese Einheiten, so stellte die Luftlande-Division die Fernspäher auf.

In dieser Einheit waren Soldaten, die an allen Waffen ausgebildet waren, die eine Scharf­schützenausbildung hatten oder auch noch erhielten, die Fallschirmspringer waren, und schon zwei Jahre im Dienst waren.

Die anderen Ausbildungen kamen dann noch. Ich hatte mich schon bei den Pionieren aufge­halten, wo ich eine richtige Pionierausbildung erhielt, mit dem Schwerpunkt der Sprengaus­bildung. Fallschirmspringer und Scharfschütze war ich auch, also musste ich noch einige andere Sache erlernen, damit ich ein vollwertiger Fernspäher werden konnte.

Was mir dann auch besonderen Spaß machte, waren die Sprünge aus 6000 Meter. Wir mussten uns dann durchfallen lassen bis auf 3000 Meter und dann schwebten wir ins Ziel. Es war herrlich. Dieses Gefühl zu haben, denn ich glaube, ich war nach dem Fallschirm­springen süchtig. Wir übten dann auch Nachts, weil man uns im Ernstfall nur Nachts einset­zen würde. Da kamen dann Gegenstände beim Landen in die Quere, wie Bäume, Häuser usw. Doch es blieb oft nur bei Prellungen.

Der Abschied von dieser Einheit fiel mir auch schwer. Ich kam noch zum Pionier-Bataillon nach Bruchsal, danach zum Stab der 1.Luftlande-Division.

Ich blieb weiterhin Fernspäher in Reserve, und ich habe auch hier bei der Division fleißig trainiert.

Zwischendurch habe ich eine liebe Frau geheiratet. Wir sind jetzt etwa 47 Jahre verheiratet.

Ich habe eine Tochter, aber die ist nicht zur Bundeswehr gegangen, und mit dem Fall­schirmspringen hätte sie es auch nicht so gehabt. Aber jeder Mensch soll das im Leben wäh­len, zu dem er sich selbst berufen fühlt.

Alles geht einmal vorbei, sowie auch das Leben zeitlich nur begrenzt ist.





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