Sonntag, 19. Juni 2011

Der Serientäter

Jetzt hat man schon wieder gehört, dass ein Mann vier junge Frauen getötet haben soll, und das seit 1969. Bei dieser Situation geht man von einem Serientäter aus, der in einer Reihen­folge vier Menschen ins Jenseits befördert haben soll.

Die Polizei geht davon aus, dass dieser Mann möglicherweise noch mehr Frauen beseitigt haben könnte. Jetzt arbeitet die Polizei mit sehr viel Druck, und sie überprüft alle Todesfäl­le, in denen der Täter fehlt. Vielleicht könnte dieser Mann der Täter sein.

Aber ich frage mich: was ist jetzt ein Serientäter? Dem Namen nach müsste es ein Mensch sein, der in einer gewissen Zeit oder einem gewissen Zeitraum mehrere Menschen getötet hat.

Aber warum tötet ein Menschen mehrere Menschen? Muss er das, weil er dazu gezwungen wird, oder aus anderen Gründen? Aber welche Gründe könnten vorliegen? Vielleicht will das Opfer getötet werden, und es bietet den Täter ihn zu töten. Der Mensch, der einen ande­ren Menschen tötet, wird erst nach der Tat zu Täter ernannt. Der Mensch, der getötet wurde, ist das Opfer. Aber ein Opfer wird seinen Täter nicht auffordern, ihn zu töten. Das Töten ge­schieht aus dem Beschluss des Täters heraus.

Aber welche Merkmale gibt es, um einen anderen Menschen zu töten? Es ist sehr schwer, das zu bestimmen, denn die Motivation des Tötens ist sehr unterschiedlich. Aber zum Töten muss schon eine gewisse Bereitschaft vorliegen. Ich z.B. kann keinen Menschen töten, so auch keine Tiere, außer wenn es um ein Überleben geht.

Es ist schwer, einen Menschen zu töten, besonders dann, wenn er einem bekannt ist. Einen fremden Menschen zu töten ist leichter, denn ich kenne diesen Menschen nicht, aber auch hier würde ich nicht töten. Einen Menschen aus der Notwehr heraus zu töten, geht leichter, denn man nimmt die Situation nur als Gefahr wahr und reagiert. Man will den anderen Menschen nicht töten, aber es kann vorkommen. Man könnte dann, von einem tragischen Fall sprechen. Natürlich, wenn man einen Menschen aus der Notwehr heraus tötet, dann ist es aus ein Tötungsdelikt, das aber nach dem Strafgesetz nicht bestraft wird. Moralisch be­straft man sich schon selbst.

Jetzt das Töten eines Menschen, was man als Mord bezeichnen würde. Was entspricht die­ses Töten, wenn man moralische Maßstäbe anlegt? Es kann ein Töten aus Habgier oder auch aus Lust sein. Bei der Habgier geht es um Macht und Finanzen. Bei dem Mord aus Lust, geht es darum, inwieweit ein Täter aus Lust einen anderen Menschen tötet. Besonders die Sexualmorde zeigen ganz offen die Lust am Töten.

In beiden Fällen kann es Serienmorde geben, die vom Täter selbst oder von einem anderen Menschen ausgeführt werden. Wenn Menschen durch einen Auftrag einen Mord begehen, dann ist es ein Auftragsmord. Derjenige der den Auftrag gegeben hat ist dem Täter, der den Mord ausgeführt hat, gleichzusetzen und das wird auch gemacht. In diesem Falle gibt es auch Serientäter.

Aber beim Lustmord ist die Motivation eine andere Sache, denn in diesem Falle empfindet der Täter oder auch Mörder Lust am Töten. Man könnte diese Lust mit einem Orgasmus vergleichen, also ist das Töten in diesem Falle etwas Sexuelles, also liegt eine sexuelle Mo­tivation vor. Man wird sich fragen: warum hat der Täter sexuelle Stimmungen in sich, wenn er in der Bereitschaft ist, einfach zu töten?

Nehmen wir jetzt einfach den Auftragstäter heraus, denn auch hier finden wir den Serientä­ter, aber der hat eine andere Motivation.

Wenden wir uns jetzt dem Sexualtäter zu. In dem Fall, der jetzt vorliegt, liegt sexuelle Lust vor. Ich hätte diesen Täter gerne vernommen bzw. würde in gerne vernehmen. Anhand der weiblichen Opfer kann man schon erkennen, dass es Sexualmorde sind. Also hatte der Täter Lust gehabt, junge Frauen wahrscheinlich nach dem Sex zu töten.

Aber jetzt stehe ich gedanklich da, wohin ich eigentlich wollte oder vielleicht auch nicht, denn ich möchte wirklich gerne wissen, warum ein Mensch einen anderen Menschen töten will, denn wirklich, ich kann sagen, ich möchte es gerne wissen.

In den nächsten Wochen werde ich weiter an diesem Thema arbeiten, denn auch ich habe Lust.

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