Sonntag, 6. März 2011

06.03.2011

Die arabische Welt ist in einem Aufruhr, der für die Reichen in den arabischen Staaten zu einem Übel werden kann. Die Saudis haben schon ein Demostrationsverbot über ihr eige­nes Land verhängt. Die Saudis sind sehr konservativ in ihrer Lebenshaltung, aber gleich­zeitig schätzen sie den Islam und haben eine Neigung, den Armen auch etwas zukommen zu lassen, was in den übrigen Ländern nicht so der Fall ist. Die Saudis wollen dem Aufruhr vorbeugen, denn sie befürchten einen Aufruhr im eigenen Land, was dann für sie bedeu­ten würde, dass sie ihr Land verlassen müßten, und ddas würde heißen, den Reichtum zu verlassen, obwohl die Saudis in dieser Richtung schon vorgesorgt haben. Die Araber ha­ben schon die frühe Neigung erkannt, ihren Reichtun woanders hinzubringen, um unab­hängiger zu werden, wenn es im Lande einmal zu einer Revoluton kommen sollte. Warten wir einmal ab, ob sich die Jugend von einem Demonstrationsverbot abhalten lassen, ich bin gespannt. Inwieweit der Islam seine Finger, also die islamischen Würdenträger, im Spiel hat, kann ich noch nicht genau feststellen.

Innenminister Friedrich, der neue Innenminister nach dem Rücktritt von Guttenberg als Vertreidigungsminister, hat irgendwie Schwierigkeiten mit dem Islam, denn er hält diesen scheinbar für eine terroristische Vereinigung. Aber er sollte erst einmal im christlichen Glauben nachsehen, was es da nicht allles gegeben hatte. Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man einen Glauben ablehnt, aber für mich sind alle Glaubensgrundsätze nur Ansät­ze für die Philosophie des Menschen, denn in den Glaubensfragen erkennt man Sätze der Philosophie, nach der man leben kann. Nur an Glaubensfragen zu hängen, ohne diese Fragen zu hinterfragen, wäre für mich nicht denkbar, denn das Leben ist ein Leben ge­spickt mit Fragen nach dem Leben, und daraus kann man Glaubensfragen oder Glau­benssätze nicht heraushalten. Aber den Islam gleich als terroristische Vereinigung zu be­handeln, ich denke, das ist nicht der richtige Weg, mit einem anderen Glauben zu leben oder diesen unabhängig zu erleben. Friedrich sollte sich mehr in Glaubensfragen zurück­halten, auch wenn er sich zu christlichen Glauben bekennt, aber man darf andere Glau­bensgrundsätze nicht verdammen, nur weil sie nicht dem eigenen Glaubensgrundsatz ent­sprechen.

Der Bürgerkrieg in Lybien ist jetzt aktuell geworden, aber das war eigentlich zu erwarten. Gaddafi gehört nicht zu denen, die ihre Macht so einfach aufgibt, denn seine Familie ge­hört zu dem Clan, der dieses Land reagiert. Er hat bewußt seine Söhne in die Schlüssel­positionen gebracht, die die Macht im Lande präsentieren. Die Macht des Bürgerkrieges nimmt sehr rasant zu, denn jetzt will keine Seite aufgeben oder zurückstecken. Die Ju­gend will die Freiheit haben, die Gaddafi diesen nicht gegeben hat, denn er wollte alles so lassen oder auch hinterlassen, um seinen Familien-Clan nicht zu gefährden, aber es kann trotzdem zu einer Gefährdung für die Familienangehörigen werden.

Was werden die nächsten Tage bringen, warten wir es ab.

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