Donnerstag, 13. Januar 2011

Schwein gehabt

Da sprach das Schwein:“Wieder einmal Schwein gehabt.“ Aber warum hatte das liebe Schwein „Schwein gehabt“? Das ist die Frage? Denn dieses Schwein mit dem Namen Lie­selotte sonnte sich in den Gefühlen, auf einem Hof zu leben, auf dem es einen BIO-Bauer gab, der seinen Tieren kein dioxinverseuchtes Futter zumutete. Oh, wie schön, aber Lie­selotte ist nur die Ausnahme, denn es gibt viele Artgenossen von Lieselotte, die dioxinver­seuchtes Futter fressen müssen, und sie fressen es auch, in dem Bewusstsein, bald an Gewicht zugelegt zu haben, um ein Schlachtgewicht auf die Waage bringen zu können.

Das Schwein kann das Dioxin im Futter nicht wahrnehmen, obwohl es im Gegensatz zum Menschen die feinere Nase hat, das Schwein kann besser riechen, obwohl es eine Steck­dose als Nase besitzt.

Jetzt ist das Dioxin im Magen des Schweine und verteilt sich über die Blutbahn in das Ge­webe und bleibt im Fleisch des Schweines liegen. Ja, ihr habt richtig gelesen, das Dioxin bleibt im Fleisch liegen, es hat sich dort breit gemacht, und durch die lange Reise durch den Körper des Schweines ist das Dioxin müde geworden, und es muss sich jetzt erst ein­mal ausruhen, man nennt es auf dioxinisch auch Stressabbau.Und da es so schön warm ist, ist das Dioxin der Meinung: hier könnte man auch bleiben, denn dann spare man sich den stressigen Flug nach Mallorca.

Doch wie gefährlich dieses Breitmachens des Dioxin in einem Schweinekörper des Schweines ist, das bemerkt der Verbraucher irgendwann, wenn er nicht damit rechnet, wenn er an Krankheiten erkrankt, die nicht diagnostisiert werden können, weil deren Ursa­che unbekannt isr. Doch das Schweinefleisch, das der Kranke vor Jahren mit Genuss ge­nossen hatte, kennt die Ursache, es ist das Dioxin. Herzlichen Glückwunsch zur Dioxin­vergiftung durch den Genuss von dioxinverseuchtem Schweinefleisch, die Profitgier deiner Artgenossen auf zwei Beinen lassen grüssen.

Ich mache über diesen Skandal meine Witze, aber was soll man sonst noch machen, wenn der Staat bezw.die Organisationen des Staates durch unsere Verfassung verpflich­tet sind, für den Schutz der Bürger alles zu tun, damit der Bürger nicht zu Schaden kommt, aber die Einrichtungen, die sich mit dem Skandal beschäftigen müssten, zögern, aber warum?

Die Firma, die für den Skandal verantwortlich ist oder sein soll, meldet Insolvenz an und zieht elegant aus der Affäre, das verseuchte Schweinefleisch wird dem Verbraucher über­lassen bezw.dem Staat, um das Fleisch zu entsorgen. Die Kosten bleiben beim Steuer­zahler hängen, denn die Schuldigen können laut Insolvenz nur mit ihrem Vermögen haf­ten, das sie angeblich nicht haben bezw.es ist schon in der Schweiz oder in Lichtenstein.

Den Schweinen geht das alles nichts an, sie wollen nur fressen, um später gefressen zu werden. Guten Appetit.

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