Sonntag, 16. Januar 2011

Profitgier bei der Gesundheit

Jetzt habe wir den Beweis, denn wenn man heute in die Medien schaut, dass es im Ge­sundheitswesen nur noch um den Profit geht. Die Gesundheit der Menschen bezw.Patien­ten interessiert niemanden mehr. Die Pharma-Industrie stellt alle möglichen Chemiepräpe­rate her, um den Patienten eine Heilung vorzugauckeln, aber gleichzeitig weist sie in ih­rem Beilagenzetteln daraufhin, welche Nebenwirkungen die Medikamente haben könnten. Wenn ein Medikament erhebliche oder überhaupt Nebenwirkungen bei oder nach der Ein­nahme zeigen sollte, dann ist es auch kein Medikament mehr, sondern ein chemischer Kampfstoff, das bedeutet, dass Menschen aufgrund von Profitgier getötet werden oder noch schwerer erkranken.

Jetzt sollen Kassenpatienten einen erheblichen Betrag für ein Krebsmittel nachzahlen, so fordern es die Apotheken, und sie haben den Patienten schon Rechnungen zugeschickt. Eine einzelne Rechnung soll sich angeblich auf 52000 Euro belaufen. Es lebe die Profit­gier im Gesundheitswesen.

Da ich ja selbst Privatpatient bin, kenne ich die Preise der Ärzte und der Pharmaindustrie. Manchmal gehen einige Ärzte über die Höchsthonorare hinaus, dann pfeife ich sie zurück, und ich verweise dann ganz bestimmt auf die Honorarliste, die für alle Ärzte verbindlich ist. Oft begründen die Ärzte die Höhe der Honorare mit einer erbrachten Leistung, die über das normale Maß hinausgeht, aber ich befrage dann die Ärzte, wo der Grund dieser Stei­gerung liegt. Oft fallen dann auch andere Worte, die ich hier nicht aufführen möchte. Ich höre mir den Grund der Honorarsteigerung an, dann blase ich zur Attacke auf die Preiss­teigung, und ich mache dann sehr deutlich, dass die Preissteigerung mit der Leistung, die der Arzt erbracht haben will, nicht im Einklang zu bringen ist.

Aber die Kassenpatienten haben die Schwierigkeit, dass sie sich mit den Inhabern von Apotheken auseinandersetzen müssen. Die Betroffenen sollten den Weg der Beschwerde über das Gesundheitsministerium gehen oder auch über das Kartellamt. Notfalls könnte sogar eine Strafanzeige gegen die betreffenden Apotheker behilflich sein, aber das müss­te man juristisch prüfen, ob irgendein Straftatbestand für diese Massnahme der Apotheker in frage kommt.

Aber ehrlich gesagt, als ich diese nachträgliche Preiserhöhung durch die Apotheken las, dachte ich nur: arme Menschheit.

Keine Kommentare: