Freitag, 7. Januar 2011

Der Gouverneur

Jetzt geht ein Gouverneur, der wohl nie hätte Gouverneur sein sollen, aber in den USA werden häufig nur die als Gouverneure gewählt, die durch Sport oder Film bekannt worden sind, so ist es auch teilweise bei den Wahlen zum Präsidenten, nur dann muss der Bewerber Amerikaner sein und zwar durch Geburt.

Schwarzenegger war nie Amerikaner durch Geburt, sondern er wanderte in die USA ein, weil er in Kalifornien als Body-Builder bekannt werden wollte, und dann später in den Action-Filmen. Bei den Muskelmachern und Film­stars verlangte man nicht viel Gehirnmasse, in der Hauptsache viel Muskel­masse durch Doping, und dann bei den Actionfilmen ein blödes Gesicht, wo­für Schwarzenegger nichts kann oder doch? Man könnte hier auch sagen, die Dopingmittel hätten sein Gesicht verunstaltet, aber er sah schon vorher so doof aus.

Jetzt zu seinem Talent, ich meine damit Schwarzenegger. Er war kein Politi­ker, was man von ihm als Gouverneur hätte erwarten sollen, aber er war dafür als Actionheld von Hollywood bekannt, und das war den Amerika­nern bei der Wahl behilflich. Nur jetzt zeigt sich, dass Schwarzenegger den Staatshaushalt von Kalifornien in die Miese also ins Minus brachte , und dann kommt noch der Witz, dass Schwarzenegger vor seinem Abschied etwa 100 Freunde in Positionen des Staates Kalifornien verhalf, wo die von ihrer Bildung und ihrer Ausbildung nichts zu suchen haben, aber mit denen muss der neue Gouverneur fertig werden. Ich wünsche ihm viel Glück dabei.

Wahrscheinlich hätte ich Kalifornien zu einem neuen Wohlstand geführt, aber mich haben die lieben Leute aus Kalifornien nicht zu Gouverneur ge­wählt. Um einen Bundesstaat oder einen Staat demokratisch zu regieren, muss man grosses politisches Verständnis haben, d.h.man muss ein ausge­buffter Fuchs in politischen Fragen aber auch in Wirtschaftsfragen sein. Es geht nicht nur darum, korrupt zu sein, wie es Schwarzenegger wahrschein­lich war, wenn man nur an das Wohl seiner Freunde denkt, und sich von diesen während seiner Amtszeit beschenken lässt, sondern man muss wäh­rend der Amtszeit neutral und für jeden Bürger des Staates erreichbar sein. Es ist natürlich eine Illusion, ich weiss es, aber ich arbeite gerne mit Illusio­nen, weil sie mein Bewusstsein für die Demokratie stärken.




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