Dienstag, 11. Januar 2011

Arizona

Nach dem Attentat in Arizona, wo sechs Menschen getötet wurden, geht die Diskussion weiter, ob Hasstiraden der Republikanerin Palin Schuld an diesem Attentat seien. Die Re­publikaner, insbesondere das Umfeld von Palin bestreiten das vehement, aber Hass spielt bei Attentaten immer eine grosse Rolle, denn Attentäter, ob geistig verwirrt oder nicht, nehmen oft den Hass als Werkzeug in ein Attentat bezw.in die Ausübung einer Tat mithin­ein.

Es ist geschehen, aber jetzt muss ein Volk aufstehen und sich selbst sagen: wir verzichten auf ein liberales Waffengesetz, denn dieses Waffengesetz, das als Grundrecht gilt, beson­ders in den USA, dass jeder Bürger das Recht hat, eine Waffe besitzen zu dürfen, ist rück­ständig, und einer Demokratie nicht würdig.

Menschen, die in Freiheit und Sicherheit zusammenleben wollen, übergeben dem Staat das Recht der Rechtsprechung und der Gewalt, gegen Rechtsbrecher mit gesetzlichen Mitteln vorzugehen, auch das Recht, nicht nur gegen Feinde des Inneren zu agieren, son­dern auch gegen äussere Feinde

In Arizona scheint es noch so zu sein, dass jeder Bürger scheinbar das Recht hat, den po­litischen Gegner mit Waffengewalt auszuschalten. Dass dabei auch Unbeteiligte ums Le­ben kommen, wird in Kauf genommen, und der Attentäter sieht die vielen Toten, die bei seiner Tat das Leben ließen, als grossen Erfolg.

Der Attentäter selbst ist nach dem Gesetz der alleinige Schuldige, aber moralisch sind die auch mitschuldig, die die Hasstiraden mit in die politische Auseinandersetzung bringen.

Es ist wohl unmoralisch, wenn man hinterher den Tod der Menschen bedauert, die bei dem Attentat ums Leben gekommen sind, und dann noch den Hass von sich schiebt und meint: man habe keinen Hass gegen den politischen Gegner geäussert bezw.gepredigt, aber Moral hin und her, Moral ist scheinbar oder ist wirklich nicht strafbar.

Ich selbst bin erschüttert über diese Tat, auch wenn es ein geistig verwirrter Sonderling sein soll, der diese Tat vollbracht hat, aber die politisch Verantwortlichen müssten in der Zwischenzeit gelernt haben, das Hass auf den politischen Gegner immer ein Attentat auf diesen Gegner nachsichziehen kann.

Demokratie sieht anders aus als die politische Auseinandersetzung in Arizona. Was aus dem Attentäter wird, bestimmt ein Kandidat für die Todeszelle, was ich sehr verabscheue. Ein Staat, der es verbietet, dass Menschen getötet werden, aber gleichzeitig Menschen tötet, die getötet haben, ist ein amoralischer Staat, der selbst geistig verwirrt ist.

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