Dienstag, 23. November 2010

Sterbehilfe

Ein 67-jähriger Mann klagt z.Zt. vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Bundesrepublik Deutschland, weil er für seine schwerkranke Ehefrau die Ster­behilfe verlangte, aber die Pharma-Industrie ihm die Bereitstellung eines Mittels für die Sterbehilfe verweigerte.

Die Sterbehilfe ist bei uns in Deutschland verboten. Warum es so ist, ist mir leider unbe­kannt. Ich denke, es hat mit den Nazi-Verbrechen zu tun, aber es ist auch eine Glaubens­frage in Deutschland, weil die christlichen Kirchen in die Politik, aber auch in die Gesetz­gebung des Bundestages und -rates mithineinmischen. Und so wird die Sterbehilfe, also das Verlangen, das Leiden durch den Tod also Sterbehilfe zu beenden. Es geht nur um das Leiden, aber nicht darum aus Freude am Sterben anderer Menschen.

Ich bin für die Sterbehilfe, denn wenn man das Leid eines Menschen, auf seinen Wunsch hin, beenden kann, so ist das ein gutes Werk, und kommt auch bei den Himmelsmächten gut an.

Wenn es bei mir soweit sein sollte, dass ich durch eine schwere Erkrankung oder durch einen Unfall in die Situation kommen würde, ein Leben führen zu müssen, das nicht mehr als menschenwürdig zu bezeichnen ist, dann werde ich auch nach der Sterbehilfe verlan­gen, was ich auch in der Patientenverfügung schriftlich niederlegen werde, obwohl die Pa­tientenverfügung von den Ärzten nicht so akzeptiert wird, weil auch der Arzt am Leid der Menschen verdienen will.

Ich bin gespannt, ob der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte den Willen des Klä­gers nachkommt, oder ob die Bundesrepublik Deutschland als Beklagte das Recht zuge­sprochen bekommt, weiterhin per Gesetz die Sterbehilfe zu verbieten und unter Strafe zu stellen.

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