Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bahnprojekt Stuttgart 21

Wie soll man dieses Bahnprojekt eigentlich wirklich bezeichnen: Bahnprojekt oder Pres­tigeprojekt?

Ich bezeichne dieses Projekt als Prestigeprojekt, denn der Bahnvorstand Grube und der junge Ministerpräsident von Baden-Württemberg Mappus wollen sich mit diesem Projekt verewigen. Mappus erzählt wohl, er wolle der Nachwelt ein Jahrhundert-Projekt hinterlas­sen, damit man ihm nicht nachsagen könne, er habe damals versagt. Aber man wird ihm nachsagen müssen, er habe auf Kosten des Volkes Geld hinausgeworfen, und damit die Armut der Menschen im Lande vergrößert.

Denn bei diesem Projekt geht es um Milliarden von Euro, die dazu verbraucht werden, um ein Fantasieprojekt hinzustellen, das bei dem Grossteil der Bevölkerung keinen Anklang findet, denn die Menschen im Lande wollen zuerst die Armut beseitigen, wozu man die Milliarden gebrauchen kann. Wenn die Bahn ein derartiges Projekt hinstellen will, dann soll sie es mit ihren eigenen finanziellen Mitteln machen, aber so, dass die Natur, also Parkanlagen mit ihren Tieren, nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Derartige Bauten, wenn sie schon geplant und gebaut werden, sind für die Allgemeinheit da. Aus diesem Grunde muß auch die Allgemeinheit, also die Bürger, dazu befragt wer­den, denn die tragen letztendlich die Kosten für derartige Projekte. Nur wenn gemeinsam geplant wird, dann kann auch etwas gemeinsam geschaffen werden. Auch wenn in der Bi­bel steht, dass Gott allein die Welt und den Menschen erschaffen habe, und man sieht, was daraus geworden ist, besonders die Erschaffung des Menschen. Hätte er die anderen Lebewesen gefragt, ob er auch den Menschen erschaffen solle, dann hätten wahrschein­scheinlich alle abgelehnt.

Und so ähnlich ist es auch bei dem Bahnprojekt. Herr Mappus kommt sich als Gott vor, er erschafft nicht die Welt, aber irgendein Fantasieobjekt, das kein Mensch haben will. Gut, das mit Gott ist wohl zu hoch gegriffen, aber da es keinen Gott gibt, - mit Fragezeichen – wird auch kein Einzelner die Welt erschaffen haben.



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