Donnerstag, 5. August 2010

Ein-Euro-Jobs

In den letzten Jahren gab es sehr viel Ärger mit mit den Ein-Euro-Jobs, die einem Hartz IV-Empfänger angeboten wird, wenn er als solcher ohne Arbeit ist bezw.Hart­z IV empfängt, also der Allgemeinheit auf der Tasche liegt. Aber warum nur einen Ein-Euro-Job, warum keinen richtigen Job, durch den man etwas verdient für sei­ne Arbeit?

Mit dieser Massnahme haben sich Schröder, damaliger Bundeskanzler, und sein Freund Hartz, wahrscheinlich Gedanken gemacht, wie sie Unternehmen zu mehr Gewinnen verhelfen können, wenn diese dem Arbeitnehmer nur einen geringen Verdienst auszahlen und damit der Allgemeinheit die anderen Kosten aufbürden, denn Hauptsache der Unternehmer hat seine Gewinne.

Die Gewerkschaft hat rumort und sich nur kleinlaut über diese Massnahme ihres SPD-Bundeskanzler beschwert oder auch geärgert, aber so richtig hat sich kein Politiker auf die Seite der armen Mitbürger gestellt, und auch nicht offen gegen die Regierung und das eigene Parlament gewettert, obwohl auch die Politiker wissen, dass viele Firmen Arbeitsstellen streichen, um selbst Gewinne einzufahren, dafür müssen die wenigen Mitarbeiter mehr Arbeit übernehmen und solange arbeiten, bis ein „black out“ kommt, und diese Mitarbeiter in den Krankenstand gehen müssen. Und was passiert danach?

Danach folgt, nach dem Krankenstand, automatisch die Arbeitslosigkeit und dann auch noch Hartz IV. Und die Unternehmen fragen nicht mehr nach, was mit dem früheren Arbeitnehmer passiert ist, sondern es werden weitere Kranke produziert, nur damit die Kasse des Gewinns klingelt.

Die Ein-Euro-Jobs sind reine Ausbeutung der Arbeitskraft von Menschen, die durch dieselben Arbeitnehmer in die Situation gekommen sind, in der sie von der Gesell­schaft ausgebeutet werden. Politiker sprechen immer davon, den Bürgern unseres Landes gehe es doch gut, denn die hätten zu essen und zu trinken, und sie wären in einem sozialen Netz aufgefangen, aber über die mögliche Ausbeutung dieser Menschen, darüber lässt sich kein Politiker aus, die machen höchsten den Schlag­zeilen, wenn Skandale, in gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Form, an die Öf­fentlichkeit kommen, oder wenn Korruption oder Geldwäsche publik werden.

Die Politiker sehen nur ihre eigenen Vorteile, aber sie machen nichts für ihre Wäh­ler, aber das ist ja schon bekannt und eigentlich nichts Neues.

Ich bin nur gespannt, wann die nächsten Radikalen zum Widerstand gegen diesen Staat antreten, oder jede Menge von Terror in diesem Lande ausbreiten?

Ich selbst kenne noch den Terror aus den siebzigern Jahren mit Baader-Meinhoff, und das Schlimme ich habe beide gekannt. Ihr Ideen waren nicht schlecht, aber die Verwirklichung dieser Ideen passte nicht dazu, denn mit Gewalt kann man nicht die Ziele erreichen, wenn der nachfolgende Staat oder die nachfolgende Gesellschaft demokratisch sein und bleiben soll.

Aber der Ein-Euro-Job bleibt eine Massnahme der Ausbeutung von Men­schen durch Menschen.

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