Mittwoch, 9. Juni 2010

Wehrpflicht

Als ich 1958 zur Bundeswehr ging, aber als Zeitsoldat, gab es noch die 12-monatige Wehrpflicht. Wenn ich mich erinnere, dann wurde die Wehrpflicht 1961/62 auf 18 Monate angehoben. Später dann wieder auf 12 Monate zurückgefahren, und danach ging es wieder weiter zurück, auf 6 Monate, und nur wenige Wehrpflichtige wurden zur Bundeswehr eingezogen, die meisten machten ihren Zivildienst, was eine gute Sa­che ist.

Jetzt ist die Abschaffung der Wehrpflicht im Gespräch, aber nur im Gespräch. Ich halte es für richtig, wenn man die Wehrpflicht abschafft, aber dann ein soziales Jahr für alle jungen Frauen und Männer schafft, damit die jungen Menschen es lernen, wie man mit Menschen wirklich umgeht, und somit ein soziales Gefühl für die Gesell­schaft schafft.

Wenn man eine Armee benötigt, dann sollte die Armee nur aus Freiwilligen und Be­rufssoldaten bestehen. Die Armee und damit die Soldaten würden eine bessere mili­tärische Ausbildung bekommen, um in Einsätzen gut gerüstet zu sein.

Aber es gibt noch immer Politiker, die sich brüsten, ihre Partei sei eine Partei der Soldaten, und sie stehe nach wie vor zur Wehrpflicht. Man sollte eigentlich mit der Zeit gehen, denn die anderen europäischen Staaten haben schon lange die Wehr­pflicht abgeschafft, und eine Armee von Berufssoldaten aufgestellt. Nur Deutschland trottet verkalkt hinterher.

Noch besteht die Notwendig für Militär, also sollte man eine Armee aus Berufssolda­ten aufstellen, dann brauchte man nicht immer bei der Musterung der Wehrpflichti­gen allerlei Schwindeleien anhören, wenn die Gemusterten sich vor dem Militär­dienst drücken wollen, was ich auch gut verstehe. Als angehender Wehrpflichtiger hätte ich mich auch vor dem Wehrdienst gedrückt, aber bei wäre es gut gegangen, weil mein Vater nicht mehr aus dem Krieg zurückgekommen ist, und ich der einzige Sohn in der Familie war.

Ich bin für die Abschaffung der Wehrpflicht, aber für die Anschaffung von Wer­wölfen.

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