Freitag, 4. Juni 2010

Kindesmissbrauch weltweit

Seit der Aufdeckung von Kindesmissbrauch in der Kirche und verschiedenen Interna­ten, hält sich kein Erwachsener mehr zurück, der selbst ein Opfer durch den Miss­brauch wurde. Es ist auch richtig so, dass endlich die Mauer des Schweigens durch­brochen wird, denn es geht einfach nicht mehr so weiter, dass angeblich honorige männliche Personen durch Schweigen geschützt werden. Denn die Aufklärung dieser Fälle soll in Zukunft die Kinder schützen, indem die Erziehungsberechtigten aber auch andere Personen Missbrauchsfälle zur Anzeige bringen.

Das Problem von Kindesmissbrauch war und ist ein Symbol für die Unzulänglichkeit der Menschen, denn wenn Menschen ihren Sexualtrieb nicht unter Kontrolle haben, dann schrecken sie auch nicht davor zurück, Kinder zu Opfern ihrer Perversion zu machen.

Aber nicht nur die Kirchen oder Internate sind Orte von Kindesmissbrauch, sondern auch die Familie selbst, denn es passiert sehr oft, dass sich besonders Väter an ihren minderjährigen Töchtern vergehen, und oft ist es auch so, dass die Mutter Gewissheit darüber hat, aber dann sich ausschweigt, aber bestimmt nicht aus Scham.

Dieser Kindesmissbrauch geschieht weltweit, denn überall gibt es Menschen und Männer, die sich dann, wenn sie erwischt werden, herausreden wollen:“ich bin auch nur ein Mann“.

Es geht hier nicht um den Mann, sondern es geht hier um den Menschen, der als er­wachsener Mann gegenüber den Kindern ein hohes Maß an Verantwortung trägt, und diese Verantwortung ist: er muss die Kinder schützen, denn Kinder benötigen den Schutz durch Erwachsene.

Jeder Kindesmissbrauch ist eine eingestandene Schwäche des Mannes, und für mich ist dieser Mann, der Täter, ein grosser Schwächling, ein Mensch, den man nicht in die Nähe von Kindern lassen darf, auch nicht in die Nähe der eigenen Kinder.

Ob man den Kindesmissbrauch jemals eindämmen oder ausrotten kann, das ist frag­lich, denn ich denke, solange es Menschen gibt, wird der Kindesmissbrauch weiter­hin bestehen bleiben. Es scheint so, als wenn der Kindesmissbrauch zum Leben der Menschen dazu gehört, leider.

Über den Strafrahmen gegen diese Sorte von Tätern, es gibt genug Gesetze, die man anwenden kann, aber dann muss man sie auch rigeros anwenden, wobei eine Thera­pie dieser Täter miteinbezogen werden sollte. Ob eine Therapie hilft, ist immer frag­lich, aber das liegt am Einzelnen, wie er die Therapie annimmt.

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