Donnerstag, 27. Mai 2010

Steuern in Spanien

Nach Griechenland als Schuldenstaat erscheint ein neuer Schuldenstaat in der Euro­päischen Union: Spanien. Ja, das so geliebte Spanien, das aber nur bei den Spaniern selbst beliebt ist und bei einigen Touristen, die selbst dieses Land der heissen Sonne und der heissen Rhythmen so lieben. Ich enthalte mich der Stimme, denn jedes Teil auf unserem Planeten hat seine schönen aber auch beschissenen Seiten, denn nichts ist perfekt, nur unsere Sinne halten irgendetwas immer für perfekt.

Nun einmal zu den Steuern. Spanien lutscht am Daumen der finanziellen Pleite. Wä­ren die Griechen mit ihren Schulden nicht aufgefallen, dann hätten jetzt die Spanier ihre Schulden nicht öffentlich gemacht, sondern alles wäre munter weitergelaufen.

Die spanische Regierung hat den Mut gefasst, und sie will für die Millionäre eine Sondersteuer erheben, und neben den Einsparungen durch diese Sondersteuer den Staatshaushalt sanieren. Wie die Millionäre zu ihren Millionen gekommen sind, das ist eigentlich wirklich sehr fraglich, denn wenn man in den frühen Jahren seines Schaffens auch sehr intensiv spart, so benötigt man schon viele Jahrzehnte, um eini­ge Millionen auf die hohe Kante zu legen.

Auch die heutigen Milliardäre sind nur durch Spekulationen oder durch ein Erbe oder durch Steuervergünstigungen zu dieser Summe gekommen. Wer an der Börse zockt, spielt auch mit dem Geld von Anlegern, also nicht nur mit seinem eigenen Geld.

Hier haben die Spanier den guten Riecher und den Mut zu sagen: wir erheben für Millionäre eine Sondersteuer, aber es wird auch in diesem neuen Gesetz Lücken ge­ben, die es wieder zulassen, dass dieses Millionäre trotz der Sondersteuer nicht zu­viel bezahlen, vielleicht bekommen sie vom Staat noch etwas zurück.

Ich finde es mutig von den spanischen Politiker, dass sie überhaupt eine Sondersteu­er erheben wollen, denn auch die wissen, wie alle Politiker in Europa und auch welt­weit, wo man Steuern erheben kann, ohne die Armen zur Kasse zu bitten.

Die Diskussion über Einsparungen in Deutschland bezieht sich nur auf den Bereich der sogenannten unteren Schichten. Es hört sich immer so an, wenn sogenannte Ex­perten über Einsparungenr reden, dass die Hartz-IV-Empfänger 50 % vom hartz-IV an Steuern bezahlen müssen, aber die Vermögenden keine Steuern zahlen sollen, und der Staat diesen Vermögenden auch noch Zuschüsse zum Leben dazugibt.

Es lebe die Dummheit.



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