Sonntag, 4. April 2010

Kritik an katholischer Kirche zum Vergleich

Ein katholischer Priester hat die derzeitge Kritik an der katholischen Kirche mit der Verfol­gung der jüdischen Gläubigen im dritten Reich verglichen. Das kann nicht wahr sein, denn die Mitglieder der katholischen Kirche sind weder verfolgt, noch festgenommen oder getö­tet worden.

Jede Institution sollte eine Kritik vertragen können, wenn die Kritik angebracht ist, und nicht Vergleiche mit Ereignissen aus der Vergangenheit ziehen, die nichts mit dem Ge­schehen in der Gegenwart zu tun haben.

Die katholische Kirche steht eigentlich schon immer in der Kritik, besonders in der Perso­nalpolitik, weil sie Frauen nicht zum Priesteramt zulässt, und weil sie gegenüber Frauen nur Verachtung empfindet, so die offizielle Seite. Das Personal der Kirche hingegen ist auch den Frauen gegenüber aufgeschlossen, darum auch etliche Kinder, die einen katho­lischen Priester zum biologischen Vater haben, warum auch nicht. Ich selbst kenne mei­nen Vater nicht, aber nach Aussagen meiner Mutter und einiger Angehöriger soll ich evan­gelisch getauft worden sein. Mir ist es egal, wer das Wasser über meinen Kopf geleert hat, in der Hauptsache, der Pastor hat mir nicht auf den Kopf gepinkelt.

Wenn man etwas in einer Institution erreichen will, also etwas Positives, dann man zuerst in den eigenen Reihen nachsehen, was muss verändert werden, damit wir menschlicher werden und nicht immer in der Kritik stehen. Besonders der sexuelle Missbrauch an Kin­dern steht in der Kritik, aber es ist nicht nur ein Problem der Kirche, sondern es ist ein ge­sellschaftliches Problem und zieht sich schon seit Bestehen der Menschheit durch deren Reihen.

Es ist nicht nur der sexuelle Missbrauch, der der Kirche so extrem angelastet wird, son­dern auch die körperliche Züchtigung durch die Priester in der katholischen Kirche, die Kinder, insbesondere die Buben, körperlich durch Schläge misshandeln.

Aber auch die körperliche Züchtigung ist auch ein menschliches Problem, welche in der gesamten Menschheit vorkommt. Einige Menschengruppen befürworten die körperliche Züchtigung von Kindern, andere Gruppen lehnen derartige Erziehungsmethoden ab, was ich auch tue, denn ich sage mir immer, der Mensch soll durch Einsicht lernen, die ihm von älteren Menschen vermittelt werden soll. Durch Einsicht zu lernen, ist wohl besser als durch Gewalt.

Kritik an der Institution Kirche hat nicht mit der Verfolgung der jüdischen Gläubigen im drit­ten Reich zu tun. Wer diesen Vergleich heranzieht, sollte sich mit der deutschen Ge­schichte von 1933 bis 1945 beschäftigen, danach hat er dann das Ausmaß der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im damaligen Deutschland begriffen, wenn man es überhaupt begreift.

Keine Kommentare: