Mittwoch, 31. März 2010

Terroranschlag in Moskau

In Moskau gab es gestern einen Terroranschlag in den U-Bahnen durch Terroristen aus dem Kaukasus. Ein schlimmer Anschlag, der mich menschlich gesehen unfassbar ist, aber es ist geschehen. Als ich davon erfuhr, war ich tief getroffen von der Trauer der Men­schen, weil dieser Anschlag etwas Unmenschliches ist, weil er mit dem Menschsein nichts zu tun hat.

Wir Menschen denken immer, dass wir besser als Tiere seien, aber hier zeigt es sich deutlich, dass wir noch schlimmer sind, und eigentlich nicht leben dürften. Der, der uns geschaffen hat, der musste sich etwas dabei gedacht haben, so sagte man immer, aber es scheint so, er hatte sich bei der Erschaffung des Menschen nichts gedacht, so kommt es mir vor.

Wenn ich an die Terroranschläge im Irak denke, so kann ich es eventuell verstehen, dass es dort Anschläge gibt, weil dort ein Krieg zwischen den einzelnen Stämmen tobt, aber auch gegen die Soldaten der NATO und UN. Aber trotzdem verstehe ich auch dort die Terroranschläge nicht so ganz, weil Terroranschläge hinterhältig und deshalb feige und gemein sind. Diese Terroristen haben nichts mit dem Menschsein zu tun, sie sind armseli­ge Kreaturen, die sich selbst ins Jenseits schiessen sollten.

Die Terroranschläge in Moskau haben in mir das Gefühl aufbrechen lassen, dass dieses das Widerwärtigste ist, was Menschen getan haben. Ob jetzt diese Terroistinnen es frei­willig oder gezwungenermaßen getan haben, das sei jetzt dahingestellt, denn für mich ist ein derartiges Verbrechen etwas Abscheuliches, und hat mit dem Menschsein nichts mehr zu tun, was ich oben schon andeutete.

Die Hintermänner, die diese Frauen zu diesem Terrorakt gezwungen oder überredet ha­ben, sind noch feiger zu bewerten, und haben unter uns Menschen nichts mehr zu tun.

Ich gedenke der vielen Opfer des Terroranschlags in Moskau, aber auch derer, die auch in der Vergangenheit durch Terror umgekommen sind. Ich hoffe, wir Menschen werden bald begreifen, dass man miteinanderleben muss, auch ohne Gewalt, aber das könnte ein Wunschtraum von mir sein.

Meine Trauer gilt nicht nur den Opfern, sondern auch den Hinterbliebenen der Opfer und dem russischen Volk, mit dem ich mich durch meine Herkunft verbunden fühle, besonders in diesen Tagen der tiefen Trauer.

Keine Kommentare: