Sonntag, 14. Februar 2010

KSK-Kunduz

Seit einigen Tagen hat man wieder einmal die Bombardierung zweier Tanklastzüge bei Kunduz/Afghanistan auf dem Tisch, diesmal der Untersuchungsausschuss der Bundesta­ges.

Nach der Aussage des Obersten Klein vor dem Untersuchungsausschuss, er war damals der kommandierende Offizier der Bundeswehreinheiten bei Kunduz, mussten sich einige Ausschussmitglieder äussern, aber viel kam dabei nicht heraus.

Wichtig für mich ist, dass Herr Oberst Klein die volle Verantwortung übernommen hat, und somit steht er im Gegensatz zu den Politikern voll zu seiner Verantwortung.

Die Bombardierung ist geschehen, und es sind viele, über hundert Zivilpersonen, dabei ums Leben gekommen und schwer verletzt worden, was auch ich sehr bedaure, aber es ist Krieg in Afghanistan, und im Krieg werden alle die getötet oder verwundet, die sich im Bereich von Schusswaffen bezw.anderen Waffen aufhalten.

Die Frage, ob die Bombardierung nötig war, kann auch ich mit einem „Ja“ beantworten, und das möchte ich dann auch begründen: leider war eine Bombardierung der Lastzüge, die mit Treibstoff aufgefüllt waren, notwendig, weil beide Tanklastzüge mit ihrem Inhalt zwei Bomben in den Händen der Terroristen waren. Die Einführung dieser beiden Tanklastzüge wurde durch Terroristen vorgenommen, und somit entstand eine Gefähr­dung von Bundeswehrsoldaten und Zivilpersonen im höchsten Mass, also war eine Ge­fährdung akut.

Das KSK hatte diese Gefahr sofort erkannt, und sie meldete unverzüglich dem Oberst Klein diese akute Gefahr, die aus den Händen der Terroristen kommen würde. Das KSK kann nur eine Meldung machen, darf sich aber selbst nicht in die akute Gefahr begeben, von den Terroristen in den Tod gebombt zu werden.

Das KSK wird häufig zu Spähaufgaben eingesetzt, aber auch zu speziellen Aufgaben, die ein schnelles Zugreifen erfordern. Aber weiter möchte ich mich hier nicht äussern, weil ich ansonsten das Dienstgeheimnis verletzen würde.

An Bombardierung mit den vielen Zivilopfern haben die Terroristen Schuld, wenn man überhaupt von einer Schuld sprechen darf. Eine Untersuchung dieses Vorfalls geht schon in Ordnung, denn die Ergebnisse können Oberst Klein entlasten.

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