Freitag, 19. Februar 2010

Arbeit oder Hartz IV

In der Politik geht es in einem Streit, der von Westerwelle FDP vom Zaun gebrochen wur­de, darum, müssen Geringverdiener unter dem Satz von Hartz IV ihren Unterhalt verdie­nen, oder sollte ihr Verdienst über dem Satz von Hartz IV liegen?

Es ist eigentlich eine klare Sache, dass ein Berufstätiger mehr für den Lebensunterhalt ha­ben müsste, als ein Hartz IV-Empfänger, denn er geht, der Berufstätige, einer Beschäfti­gung nach, aber der Hartz IV-Empfänger nicht.

Jetzt kommt aber das Problem, das schon einige Jahre besteht, nachdem man die Sozial­hilfe in Hartz IV umgewandelt hat, dass auch gleichzeitig die Geringverdiener weniger Lohn für ihre geleistete Arbeit bekamen. Der Grund für diese Entwicklung war die Geldgier der Manager der Firmen, die nur an sich und an ihre Freunde dachten, aber nicht an ihre Mitarbeiter in den Betrieben. Dazu kamen noch die Steuerhinterzieher, die heute noch sehr aktiv sind, die lieber ihr Geld, das sie teilweise ihren Mitarbeitern entzogen haben, aber auch keine neuen Arbeitsplätze schufen, für sich behielten und die Geldbeträge in die Steuerparadiese verbrachten.

Natürlich hat Herr Westerwelle Recht, wenn er sagt: dass die Menschen, die einer Arbeit nachgehen, mehr in der Geldbörse haben müssten, als die Hartz IV-Empfänger. Denn Hartz IV bedeutet soviel wie früher die Sozialhilfe, nur eine Hilfe zur Selbsthilfe, und mehr nicht. Denn eigentlich müsste jeder Arbeitsfähige bestrebt sein, einer Arbeit nachzugehen, um seinen Unterhalt selbstzuverdienen. Doch in der heutigen Zeit gibt es das Problem, wo finde ich einen Arbeitsplatz, und wenn ich einen bekommen, werde ich auch anständig be­zahlt, oder werde ich nur ausgenutzt, und später mit einem Hungerlohn abgespeist?

Unsere Gesellschaft hat in den letzten Jahrzehnten, eigentlich seit der Wende und der Wiederveinigung von Deutschland, eine Richtung im sozialen Bereich eingeschlagen, den man jetzt wieder als frühkapitalisch bezeichnen kann. Es geht den Arbeitgebern nur noch um das Geld, also wwerden die Arbeitnehmer ausgebeutet, und die Ausbeutung macht auch vor der Regierung nicht Halt, indem man die Regierung erpresst: wir sind pleite und brauchen Unterstützung in Milliardenhöhe, und wenn wir diese Unterstützung nicht be­kommen, dann müssen wir die Betriebe schliessen, und die Leute sind dann arbeitslos. Aber was die Arbeitgeber nicht sagen: wir haben unser Vermögen, und die Milliarden vom Staat wären zudem auch noch in unseren Geldbeutel geflossen.

Die Schaffung von Arbeitsplätzen wäre angesagt, aber kein Politiker traut sich an diese Aufgabe heran, weil die Politik kein Interesse daran hat, dass die Bürger dann wieder ei­ner lohnbringenden Arbeit nachgehen könnten.

Ich frage mich nur, wann kommt ein gesellschaftlicher Kollaps, der unsere Gesellschaft auseinanderbrechen lässt? Ich warte schon darauf.


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