Montag, 11. Januar 2010

Nächstenliebe

Ein sehr nettes Wort, und ein Begriff, der von der Kirche in die Glaubensgemeinschaft ver­streut worden ist, um die Menschen an den Glauben der Christenheit zu binden. Denn der Teil „Liebe“ in diesem Wort bedeutet für den Menschen, nach Schutz durch eine andere Person oder anderen Personen. Es kann die Mutter sein, ein Ehegatte oder der Freund der mir durch die Liebe den Schutz bringt, den ich mir ersehne.

Ich denke nicht, dass es um die Liebe zwischen zwei Personen geht, sondern es geht hier um Glaubenssätze, denn der Spruch „Liebe deinen Nächsten so wie dich selbst“ sagt eigentlich nur aus, du sollst deinem Nächsten nichts Böses tun, mehr ist es eigentlich nicht, aber trotzdem versteht die Institution Kirche mehr darunter.

Die Kirche versteht unter Nächstenlieb: nur die Gläubigen sollen ihren Nächsten so lieben wie sich selbst, denn dann braucht die Kirche keine Nächstenliebe üben, weil sie es im Grunde genommen auch nicht vorhat und auch nicht will. Aber was versteht man unter Kirche? Darunter verstehe ich die Gemeinschaft der Gläubigen der christlichen Religion. Wenn die Gemeinschaft die Nächstenliebe ausübt, dann wird sie sie auch getätigt, was man in unserer Zeit an dem Engagement für die Armen in unserer Gesellschaft sieht, so die Tafel, aber auch die Kleiderkammern von Caritas und Diakonie.

Auch wenn einige Menschen denken, die Kirche setze sich nicht für die Nächstenliebe ein, dann mag es wohl stimmen, was aber an der Intutionalisierung der christlichen Glaubens­gemeinschaft liegt, die abstrakt ist, aber die Menschen füllen den Glauben mit Leben, d.h.­sie leben die Nächstenliebe, was doch nur an den Menschen liegt.

Für mich selbst und auch persönlich ist es wichtig, allen Menschen mit Achtung gegen­über zu treten, den Menschen als Menschen als Partner zu achten, und ihm helfen, wenn er sich in Not befindet, denn die Mitmenschen sind auch gleichzeitig unsere Partner im Le­ben auf diesem Planeten.

Der Begriff „Nächstenliebe“ bekommt seine Bedeutung dann, wenn ich an die gewaltsa­men Auseinandersetzungen zwischen den Menschen und den Religionen denke, obwohl alle Religionen eine Verwandtschaft zueinander haben, sie sind eigentlich Geschwister.

Wenn mehr auf dem Nächsten eingegangen wird, wenn er wirklich geachtet und geliebt wird, dann fällt unsere eigene Aggressivität weg, und wir Menschen können uns auf das besinnen, was es „heißt, Mensch zu sein“.



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