Sonntag, 13. Dezember 2009

Krieg und Frieden Zwei

Gestern habe ich mich etwas über den Krieg ausgelassen, aber heute will ich etwas über den Frieden schreiben, ob es auch Frieden geben kann.

Unsere Religionen entspringen den menschlichen Gehirnen, und erhalten dadurch auch die Gedanken der Menschen, die diese Religionen darstellen und diese auch begründen.

Da ich nun im Bereich der christlichen Religion aufgewachsen bin, habe ich mehr vom In­halt dieser Religion mitbekommen, aber es vollzog sich in mir irgendwie ambivalent, denn ich schwebte in meinen Gefühlen, sowie die Lehre das Christentum zwischen Gewalt und Vergebung , also Frieden zu geben und zu erhalten.

Auch in dieser Religion, die sich menschlich nennt, gibt es auch Anzeichen, dass die Gläubigen keinerlei Mut zeigen, offen mit dem Frieden umzugehen, denn die Vergangen­heit dieser Religion zeigt, dass die Führer dieser Religion, also die Päpste, zu ihrem Vor­teil und zur Machterweiterung Kriege führen ließen, so denke ich einmal an die Kreuzzü­ge, in denen Abertausende durch die Gewalt des Krieges ums Leben kamen.

Gehen wir jetzt einmal weg, vom Thema Krieg und wenden wir uns dem Frieden zu. Frie­den bedeutet immer, dass man die Bereitschaft zeigt, bei Konflikten das Gespräch zu su­chen, um Unklarheiten, die zu dem Konflikt führten, zu beseitigen oder wenigstens zu er­örtern. D.h.für alle Beteiligten soll der Gedanke an Gewalt genommen werden, denn sie sollen sich Gedanken um die Lösung des bestehenden Konfliktes machen, was auch im Kleinen geschehen kann, zwischen zwei Menschen oder im grossen zwischen Völkern.

Aber können Menschen wirklich Frieden halten, oder sind sie doch wie andere Lebewesen auf dieser Erde, halten sich wie diese an dem Spektrum des Überlebens? Ich kann es ei­gentlich nur bejahen, denn bisher habe ich keinen Menschen getroffen, der Gewalt mit friedlichen Mitteln begegnet ist. Meistens wird irgendwann, der Prozess von Gegengewalt einsetzen, denn wir sind für den Frieden, für ein friedliches Zusammenleben nicht so ge­schaffen, aber warum eigentlich nicht? Wir haben doch den Verstand, um nachvollziehen zu können, ob wir Krieg oder Frieden haben wollen?

Ich denke, in der Menschlichkeit liegt die Ursache der Ambivalenz von Gefühlen im Men­schen, denn ich weiss, dass wir Menschen den Frieden wollen, aber unseren Aggressi­onstrieb nicht so bändigen können, dass wir in Frieden leben können.

Ehrlich gesagt, mir fällt es manchmal auch schwer, Frieden mit meinen Gefühlen zu hal­ten, aber jetzt im Alter wird es etwas besser, denn man hat einen grossen Teil des Lebens hinter sich, und ich sehe heute viele Dinge aus der Vergangenheit anders, und ich versu­che mich einem friedlichen Leben hinzugeben, ich suche sehr oft das Gespräch mit ande­ren Menschen, was mir oft hilft oder generell hilft, die Menschen noch besser zu verste­hen.

Vielleicht landen wir doch eines Tages auf der Schiene des Friedens zwischen den Men­schen, und nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern generell in der Zukunft, obwohl es auch zu der Weihnachtszeit keinen Frieden gibt, weil wir Menschen sind und scheinbar den Frieden nicht wollen. Aber Frieden kann man nicht verordnen, sondern man muss ihn erle­ben und dann auch leben. Das Gefühl für ein friedliches Miteinander muss vom Menschen selbst kommen, und das aus voller Überzeugung.

Für die Zukunft wünsche ich euch allen ein friedliches Miteinander, und Frieden zwischen den Völkern auf unserem Planeten „Mutter Erde“.

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