Dienstag, 24. November 2009

Wachkoma-Diagnose

Man ist einerseits überrascht, wenn man in den Medien von Diagnosen der Ärzte liest, dass diese teilweise falsch sind. Eigentlich sollte man von Ärzten erwarten können, dass deren Diagnosen in ihrer Richtigkeit zutreffen, aber leider stimmt es häufig nicht.

Gerade bei einem Wachkoma kann es zu falschen Diagnosen kommen, wenn nicht der ganze Körper des Patienten untersucht wird. Es darf nicht nur bei einer Erstuntersuchung also Eingangsuntersuchung bleiben, nein, der Patient muss regelmässig untersucht wer­den, damit Fehler ausgeschlossen werden.

Aber gerade die Komplexität des menschlichen Körpers in seiner Gesamtheit schließt nicht aus, dass es immer zu Diagnose-Fehlern oder irrtümlich falschen Diagnosen kommt, weil auch Ärzte Menschen sind. Und wir wissen alle, dass wir Menschen fehlbar sind, auch wenn die früheren Päpste behaupteten, sie seien unfehlbar.

Der Fall in Belgien zeigte jetzt deutlich, dass sich die Ärzte vor 23 Jahren irrten, als sie einen durch einen Autofall ganz gelähmten Patienten, irrtümlicherweise in ein Wachkoma einstuften. Nur durch einen Zufall, bei der Untersuchung des Gehirns der Patienten, stellte man fest, dass der Patient sein ganzes Erleben und die Umwelt ganz wahrgenommen hat, wie jeder andere Mensch auch.

Ich möchte nicht in ein Wachkoma fallen, besonders nicht jetzt, wo man zu schnell zu Dia­gnosen greift, und nicht überprüft, wie man eine Diagnose ohne Fehler stellen soll. Eine richtige Diagnose soll dem jeweiligen Patienten aber auch seinen Angehörigen helfen, dass das Krankheitsbild des Patienten verständlicher wird und ist.

Bei mir hatte man, als ich im August diesen Jahres in die Neurologie eingeliefert wurde, nichts festgestellt, aber man gab mir Medikamente mit, die, wenn ich diese über einen län­geren Zeitraum genommen hätte, erhebliche Nieren- und Leberschäden bei mir ausgelöst hätten, wahrscheinlich mit der Folge, dass man die Leber und die beiden Nieren operativ hätte entfernen müssen. Man muss als Patient gegenüber den Ärzten schon kritisch sein, sonst kommt man unter die Räder der Pharmaindustrie.

Aber wir Menschen sind fehlbar und das in jeder Beziehung, und das macht uns sehr sympathisch, besonders für Braunbären in der Stadt Bern in der Schweiz, wenn man den Zaun zum Bärengehege überklettert, um engen Kontakt zu den Bären aufzunehmen.


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