Dienstag, 3. November 2009

Verkürzung der Wehrpflicht

Die neue Regierung will die Wehrpflicht verkürzen. Jetzt schreien die Generäle, weil ihnen die Kapazitäten für die Aufstellung von Brigaden und Divisionen fehlen, aber gleichzeitig haben die Angst davor, dass ihnen die fehlen, die über die Wehrpflicht zum Sozialdienst verpflichtet werden können.

Ich bin heute noch immer dafür, wenn man Soldaten benötigt, die benötigt man immer noch, dann sollte man eine Armee aus Berufs- und Zeitsoldaten aufstellen. Von den heuti­gen Soldaten verlangt man sehr viel, nicht nur das technische Verständnis für Computer­gerätschaften, sondern auch für die modernen Waffensystemen.

Obwohl ich selber Soldat war, komme ich hier etwas ins Stottern, denn jetzt im höheren Alter hat man ein anderes Verhältnis zum Leben und zum lebenslangen Begleiter Tod. Mir wäre es lieber, man könnte alle Waffensysteme und Waffen abschaffen, doch ich bin rea­listisch, es geht leider nicht, denn dann würden die Waffenschieber nichts verdienen.

Jetzt zurück zur Wehrpflicht. Warum werden junge Menschen, egal ob weiblich oder männlich, nicht für ein soziales Jahr verpflichtet, damit die jungen Menschen den Umgang mit Menschen, auch mit hilfebedürftigen Menschen, lernen. Denn der Umgang mit Men­schen und die Kommunikation mit diesen Menschen ist sehr wichtig, aber auch erfolgreich für alle Menschen, die dieses soziale Jahr ableisten.

Ich kenne junge Menschen, die anstelle des Wehrdienstes, auf meinen Rat hin, ein sozia­les Jahr abgeleistet haben. Das soziale Umfeld dieses jungen Menschen hielt nichts von diesem jungen Mann, der sehr aggressiv und unzuverlässig auf seine Umwelt wirkte, aber als er in einem Alten- und Pflegeheim seinen 12 Monate sozialen Dienst ableistete, zeigte er ein völlig anderes Verhalten, das man von ihm nicht erwartet hätte. Er zeigte in dieser Zeit ein einfühlsames Verhalten zu den alten und gebrechlichen Menschen, das selbst ich von ihm nicht kannte. Er blieb nach dem sozialen Jahr in dieser Einrichtung weiterhin be­schäftigt, denn er hatte eine wirkliche Lebensaufgabe gefunden.

Darum bin ich für ein soziales Jahr, weil hier junge Menschen den Umgang mit anderen Menschen lernen können, und das kommt der Gesellschaft immer zugute.

Friede sei mit euch, und denkt an die Menschen, die ständig leiden müssen, weil sie den Grund oder die Ursache ihres Leidens nicht kennen. Helft diesen Menschen, wenn es geht.

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