Freitag, 20. November 2009

Stromteuerung

Wie in jedem Jahr, besonders gegen Ende eines Jahres, wird der Preis für den Verbrauch von Strom angehoben. Es hat nichts mit der Stromproduktion zu tun, sondern nur mit der Profitgier der Vorstände der Stromkonzerne und der vielen kleineren Stromanbieter.

Voran könnte er liegen, dass sich die Preise für Energie immer so schnell erhöhen? Doch in erster Linie an der Profitgier der Vorstände der Stromanbieter und danach kommt nichts mehr, obwohl ich vermute, dass auch viele Politiker die Hand aufhalten, um bei der Preis­erhöhung den Mund zu halten. Gut, die Politiker schimpfen schon über diese Strompreis­erhöhungen, aber das Schimpfen gehört bei den Politikern zum guten Ton, denn die Wäh­ler sollen immer das Gefühl haben, der jeweilige Politiker stände auf ihrer Seite, was nicht stimmt, denn er steht wie viele Menschen auf der Seite des Geldes, des Kapitals.

Es wird in dem kommenden Jahr nicht die einzige Verteuerung des Lebens bleiben, denn die Müllgebühren werden sich auch erhöhen, wenn der Finanzminister Schäuble den ho­hen Schuldenberg abbauen will, den er genausowenig abbaut wie seine Vorgänger.

Aber jetzt noch beim Strompreis. Ich wundere mich immer wieder, dass die Regierungen der Länder und die Regierung des Bundes gegen diese massiven Preiserhöhungen nicht einschreiten, um den Stromkonzernen deutlich zu machen, dass man ich nicht selbst be­reichert, obwohl man nicht selbst arbeitet.

Um einer Verteuerung von Energie zu engehen, müsste jeder mehr beim Energiever­brauch sparen, aber was heisst schon sparen, die Industrie sollte Elektroprodukte herstel­len, die sparsamer im Verbrauch von Energie sind, aber gleichzeitig muss auch der Ver­braucher sparsam mit der Energie umgehen, vielmehr müsste er mehr nachdenken, wie kann ich die Energie sinnvoll sparen.

Doch gleichzeitig wird die Energie noch mehr verteuert, auch wenn gespart wird. Woher kommt das? Eigentlich ganz einfach: wenn die Konzerne durch die Sparsamkeit der Ver­braucher an Gewinne verlieren, dann müssen die Preise erhöht werden, damit die Gewin­ne für die Vorstände wieder stimmen. Das Problem der Energieverteuerung liegt bei den Vorständen der Konzerne, die die Energie an den Verbraucher weitergeben.

Auch wenn der Strom billiger werden sollte, von den Stromanbieter erfolgt keine Massnah­me, den billigen Strom weiterzugeben, nein, er erhöht den Strompreis noch, um noch mehr Gewinne abzuschöpfen.

Das Schlimme in dieser ganzen Sache ist das, man kann nichts Konkretes gegen diese Konzerne unternehmen, denn Strafanzeigen helfen nicht, weil es kein strafbarer Tatbe­stand ist, und zivilrechtlich zu klagen, ist sinnlos, weil es meistens zu einem vergleich zwi­schen Konzern und Kläger kommt, d.h.jeder trägt seine Kosten selbst, aber der Konzern erhöht die Strompreise, um seine Verfahrenskosten zu bekommen.

Die Energiekonzerne arbeiten nie mit Verlust, ausser die Vorstände holen mehr aus den Gewinnen für sich heraus, so dass der Konzern in die Pleite stürzt, was nicht geschieht, weil der Konzern von der Bundesregierung mit Steuergeldern aufgefangen wird.

Konzern müsste man eigentlich sein, nur gut, dass das Leben begrenzt ist, auch für die Vorstände der Konzerne.


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