Montag, 19. Oktober 2009

Sind wir entmündigte Bürger

In einem Buch las ich neulich über den politisch entmündigten Bürger. Jetzt frage ich mich ernsthaft: sind wir Bürger wirklich politisch entmündigt worden, oder scheint es nur so, dass wir politisch auf ein Abstellgleis gestellt wurden, so dass man uns Bürger erst dann wieder von dem Gleis holt, wenn Wahlen anstehen?

Ich habe schon lange dieses Gefühl, dass wir Bürger nur Beiwerk dieser Demokratie sind, denn ein wirkliches Mitspracherecht in politischen Entscheidungen haben wir nicht, denn das Gesetz zu einer Volksabstimmung fehlt uns gänzlich. Aber warum fehlt uns ein derar­tiges Gesetz, obwohl andere Demokratien es haben, siehe Schweiz?

So z.B.die Wahl zum Bundespräsidenten. Der Bundespräsident soll eine politische Figur des ganzen Volkes sein, denn er steht an der Spitze unserer Nation, und er verhilft uns zu einem Ansehen bei anderen Nationen, denn er repräsentiert unsere Nation. So sollte die­ses Amt vom Volk vergeben werden und zwar, durch eine Wahl eines vorgschlagenen Mannes oder einer vorgeschlagenen Frau zur Bundespräsidentin oder zum Bundespräsi­denten.

Aber die politischen Parteien lehnen einen Volksentscheid ab, weil sie um ihre Macht fürchten, aber warum? Schon die Grundlegung der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, damals war es das Grundgesetz, so die Bezeichnung wegen der Spaltung Deutschlands. Schon hier wollten die sogenannten Väter des Grundgesetzes und ihre Hintermänner die Macht des Volkes ausschliessen, aber ich frage mich warum?

Ich frage mich oft nach dem Warum, denn so Manches ist mir in der politischen Land­schaft unklar, und trotzdem gehe ich regelmässig zur Wahl, wenn eine Wahl im Land oder Bund heransteht. Ich erfülle sehr penetrant meine Wahlpflicht, in der Hoffnung, es passiert etwas, was nach meinem Empfinden auch durch meinen Wahlgang herbeigeführt wurde, was natürlich eine Illusion meinerseits ist.

Aber trotzdem fülle oder empfinde ich mich als unmündigen Bürger, dem man ein bischen Freiheit zum Spielen gibt, sowie man einem Kind etwas zu spielen gibt, damit ich selbst nicht merke wie ich entmündigt worden bin oder schon lange war, und welche Dumpfba­cke ich eigentlich bin.

Friede sei trotzdem mit euch meine Lieben, auch wenn man euch als entmündigte Bürger hält, vielleicht brauchen unsere Politiker diesen Zustand ihrer Bürger, um sich als Götter zu fühlen.


Keine Kommentare: