Mittwoch, 7. Oktober 2009

Pleite der Krankenkassen

Die Medien verkündigen es sehr deutlich und laut, aber wahrscheinlich voller Häme, dass die gesetzlichen Krankenkassen im nächsten Jahr – 2010 – ein Defizit von etwa 7.5 Milli­arden Euro hätten. Das ist ein sehr schöner Betrag, aber wie der zustande kommt, das weiss wohl niemand oder doch?

Die FDP bezeichnet den Gesundheitsfond als Schuldigen, was möglicherweise wirklich so sein könnte, aber es gibt auch andere Möglichkeiten wie die Ärzteschaft, die höhere Ho­norare verlangt, die Pharmaindustrie, die weiterhin die Preise für ihre Produkte erhöht, ob­wohl sie schon genug verdient, wenn man bedenkt, dass sie keine Forschungskosten hat, denn für ihre Forschungen erhält sie Gelder vom Bund. Dazu kommen noch einige di­verse Praktiken wie schmiergelder an Politiker und Vorstände in verschiedenen Gremien, die et­was mit dem Gesundheitsfond zutun haben, aber auch mit der Zulassung von Pro­dukten der Pharmaindustrie als Medikamente, diese Schmiergelder werden dann auf die Preise der Medikamente aufgeschlagen, was dann keiner erkennt.

Nur so kann man die Defizite bei den Krankenkassen verstehen, aber auch die Gehälter der der Vorstände bei den Kassen übersteigen leicht die 200 000 bis 500 000 Euro-Gren­ze, und das wird dann von den Beiträgen finanziert. Dazu kommen noch die kleinen Geld­geschenke an Politikern, die auch in diesen Vorständen sitzen, nichts machen, aber die Hand aufhalten, und keine Steuern bezahlen.

Deshalb sollte ein rigeroser Sparkurs bei den Krankenkassen eingefahren werden, aber nur im Hinlick auf den Vorständen, denn wer kein Fachmann im Krankenwesen ist, der hat in einem Vorstand einer Krankenkasse nichts zu suchen. Wir haben in unserer Republik genug Dummschwätzer, die sich Politiker oder Experten nennen, aber eigentlich nur dumm daherreden. Ich bin auch nicht besser, aber auf verschiedenen Ebenen besonders im Bereich meines früheren Berufes als Jurist und Sozialarbeiter habe ich so meine Erfah­rungen gemacht, besonders bei der Vergabe von Schmiergeldern, und wer alles die Hand aufhält.

Sowie die FDP und andere in der Politik schon vergeschlagen haben, sollte man den Ge­sundheitsfond auflösen, und lieber die Kassen zusammenschliessen, so dass die Kran­kenkassen wirtschaftlicher agieren können, und das können sie, wenn sie grösser sind.

Auch die Honorargestaltung sowie die Gestaltung der Preise von Medikamenten sollte so sein, dass die Gewinne nicht ins Unermessliche steigen, oder die Gewinne sollten nach Abzug eines steuerfreien Betrag kräftig versteuert werden, vielleicht würde das, die Geld­gier der Pharmaindustrie stoppen, vielleicht.

Friede sei mit euch,auch wenn die kommenden Jahre für uns schwer werden.

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