Mittwoch, 16. September 2009

Tod in Afghanistan

Auch ich war, wie viele Menschen in der Bundesrepublik erschrocken, als ich die Meldung aus den Medien hörte: dass zwei Tanklaster, die von Afghanen entführt wurden, von Jagdbomber der NATO bombadiert worden sind. Dabei sollen auch Zivilisten zu Tode ge­kommen sein, darunter auch Kinder. Es soll auch Brandopfer gegeben haben. Ein Oberst der Bundeswehr soll die Jagdbomber zum Beschuss der Tanklaster angefordert haben.

Bei der Untersuchung dieses Vorfalls soll sich ergeben haben, dass die Talibans an der Entführung der Tanklaster beteiligt gewesen sein sollen, als waren die Talibans für diesen Vorfall mitverantwortlich. Die Zivilpersonen, die zu Tode kamen, waren zu dem zeitpunkt am verkehrten Ort, was sehr bedauerlich ist, aber ein krieg schreckt vor der Zivilbevölke­rung nicht zurück, was bisher jeder Krieg zeigte. Darum müsste jeder Krieg, aber auch jede gewalttätige Auseinandersetzung geächtet werden.

Zurück nach Afghanistan, und nach der Untersuchung des Vorfalls durch afghanische Be­hörden, die den Vorfall schon abgeschlossen haben, bei denen geht es sehr schnell, be­sonders dann, wenn es der afghanische Präsident es so will.

Die Untersuchung ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Zivilisten unter den Todesopfern sind, aber auch entsprechend viele Talibans. Die afghanische Regierung gibt dem Oberst für seine Entscheidung nicht die Schuld, sondern sie lobt die Entscheidung. Für diese Aussage muss man sich in die Menschen von Afghanistan eineinversetzen, denn diese Menschen haben einen anderen Bezug zum Tod als wir im abendländischen Kulturbe­reich, denn für die Afghanen ist der Tod Normalität, denn wenn es trifft den trifft es, das ist Schicksal.

Wir in der Bundesrepublik müssen uns an der Tatsache gewöhnen, dass sich die Bundes­wehr in einem Krieg befindet, und dass der Krieg seine Opfer unter den Soldaten und den Zivilisten sucht und auch findet. Das sind die Opfer, die die Menschheit auf den Altar des Krieges niederlegen muss. Wie schrecklich, und muss das sein?

Der Friede muss in unsere Seelen einziehen, damit die Menschen wieder glücklich wer­den können.


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