Montag, 21. September 2009

Anschlag in der Schule

Schon wieder hat ein Schüler einen Anschlag auf seine Schule durchgeführt, und jeder fragt sich: warum hat er es gemacht? Ich weiß es selber nicht, denn derartige Verhaltens­weisen und derartige Taten sind mir aus meiner Jugend unbekannt, auch in späteren Jah­ren, als ich noch in der Sozialarbeit beschäftigt war, sind mir derartige Taten nie unterge­kommen.

Wenn man über die Lehrer und die Schüler geflucht, oder sogar Gedanken hegt: denen werde ich es noch zeigen, hat man diese Gedanken bald verworfen und war wieder der Alte, mit dem man Pferde stehlen konnte.

Aber seit Jahren gibt es die latente Angst bei vielen Lehrern und Schülern: wann passiert ein derartiger Terroranschlag an unserer Schule?

Was ist mit manchen Jugendlichen los, und warum beobachten die Eltern nicht ihre Kin­der, um schneller festzustellen, was ist mit unserem Kind los? Auch fehlt an Schulpsycho­logen, die verhaltensauffällige Kinder gleich erfassen, und dann mit denen sprechen, um die ersten gefühle von Aggressionen abzubauen. Die sich auch mit den Eltern des auffälli­gen Kindes zusammensetzen, um mit denen zu besprechen, wie man an das Kind heran­kommt, um die Ängste des Kindes abzubauen, denn derartige Verhaltensauffälligkeiten beruhen oft auf Ängste, die verschiedene Formen haben können.

Ob jetzt der betreffende Schüler ein Einzelgänger oder Aussenseiter war, das ist für mich so bedeutsam, denn es gehört schon ein enormes Aggressionspotential dazu, Menschen töten zu wollen. Es ist eigentlch nicht so klar zu deuten oder zu ermitteln, warum so etwas geschehen kann. Denn allein die Merkmale wie „Aussenseiter“ oder „Einzelgänger“ sind nicht ausreichend, um die Ursache für diese Tat zu begründen.

Ob Gewaltphantasien eine Rolle für die Begehung derartiger Taten sind, oder auch ande­rer Gewalttaten, das kann ich selbst nicht beurteilen. Denn auch meine frühere Zugehörig­keit zu einer sogenannten Elitetruppe bei der Bundeswehr, hat bei mir nie gedanklich Ag­gressionen ausgelöscht.

Ich hoffe nur, die Schüler werden sich von diesem Schreck erholen, aber für einige wird es sehr schwierig sein, diesen Vorgang in der Schule wirklich zu vergessen, denn wir Men­schen reagieren sehr unterschiedlich auf derartige Ereignisse. Die Einen bauen diese Ge­schehnisse schneller ab und die Anderen nie, oder deren Leben endet in einem Suizid.

Aber ich wünsche allen Beteiligten, dass sie ihr zu Leben wieder in den Griff bekommen.

Friede sei mit euch Menschen auf dem gesamten Planeten Erde.


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