Dienstag, 16. Juni 2009

Wahlen im Iran

Jetzt am Wochenende gab es Wahlen im Iran, die aber damit endeten, dass es zu einer Auseinandersetzung von Gegnern des bisherigen Präsidenten Ahmadinedschad und der iranischen Polizei kam, die noch andauern (13.06.2009). Diese Wahl hatte einen Aus­gang, der eigentlich zu erwarten war, dass der bisherige Inhaber des Präsidentenamts auch weiterhin Inhaber bleibt. Vor der wahl ging man davon aus, dass es zu einer Stich­wahl kommen sollte, aber der derzeitige Wahlausgang zeigte, wie man Wahlen manipulie­ren kann, wenn man derzeit an der Macht ist, und alle Behörden unter seiner Kontrolle hat.

Aber was ich sehr bedenklich finde, besteht darin, dass es auch zu einem Bürgerkrieg kommen könnte. Das wäre für das iranische Volk sehr schlecht, denn ich achte das irani­sche Volk und dessen jahrtausendalte Kultur sehr hoch ein.

Die Oppisition ist jetzt auf Neuwahlen aus, aber ob Ahmadinedschad sich auf diesen Wil­len der Opposition einlässt, das ist wirklich fraglich. Natürlich wären Neuwahlen das Bes­te, um den Vorwurf des Wahlbetrugs auszuräumen, aber wer an der Macht ist, der will auch an der macht bleiben, das ist wohl in jedem land so, und jeder Mensch versucht, sei­ne Macht zu verteidigen.

Ich hoffe, dass dem iranischen Volk ein Bürgerkrieg erspart bleibt, denn Gewalt hat bisher nur geschadet, besonders denen, die schon unter der Knute der Macht bezw. der Macht­missbrauchs leiden, und das sind besonders die iranischen Frauen.

Vielleicht lässt sich Ahmadinedschad von dem Gefühl leiten, einen Bürgerkrieg zu vermei­den, um dann dem Wunsch der Opposition nach Neuwahlen nachzukommen.

Friede sei mit Euch, denn der beginnt dort, wo die Vernunft im Kopf der Menschen den Einfluss übernimmt.

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