Sonntag, 21. Juni 2009

Ärzte-TÜV

Vor einigen Tagen tauchte in den Medien ein Vorschlag auf, einen Ärzte-TÜV im Internet einzurichten, in dem die Ärzte von den Patienten benotet werden. Aber war kann einen anderen Menschen objektiv richtig und gerecht benoten, oder ist so etwas nicht men­schenunwürdig?

Ich denke, bevor man eine derartige öffentliche Aktion startet, sollte man zuerst einmal das Für und Wider anwägen, denn es geht hier immerhin um Menschen und darum, dass diese Gruppe von Menschen beruflich eine Aufgabe hat, Menschenleben zu retten, oder Menschen wieder zu heilen.

Es gibt natürlich wie in jeder Berufsgruppe Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihre Fä­higkeiten, die sie angeblich ausgebildet haben, auch richtig anzuwenden. So ist es auch bei den Ärzten, aber deshalb einen TÜV für Ärzte zu fordern, ich bin sicher, das geht in die Hose, weil eine derartige Einrichtung im Internet von Menschen benutzt wird, die nicht objektiv das Können eines Arztes beurteilen können, das könnte ich auch nicht, denn es gibt auch Erkrankungen oder Unpässlichkeiten, die ein Arzt nicht diagnostizieren kann, das keine ich aus Erfahrung, aber deshalb würde ich nicht, den Arzt mit Namen auf eine Internetseite blossstellen, nur weil er keine Diagnose stellen kann, da ihm das Zusammen­spiel von Krankheitssymptomen unbekannt sind.

Ich bin immer dafür, mit dem Betroffenden in einem Gespräch zu klären, was in meiner Er­krankung bezw.in den erkannten Symptomen vorliegen könnten, wenn es auch zu einem Streitgespräch ausarten könnte, aber dieser Streit wird besser oder ist besser als einen Menschen öffentlich blosszustellen.

Einen Arzt oder auch einen Menschen selbst im Internet mit Namen blosszustellen, ist sehr juristisch umstritten, und kann bei uns in Deutschland zu einem juristischen Nach­spiel für den werden, die den Namen im Internet veröffentlicht.

Ich persönlich werde mich an einer derartigen Aktion nicht beteiligen, denn derartige Ak­tionen entsprechen nicht mehr meinem Rechtsverständnis, auch wenn das Recht eine Hure ist, die sich jedem anbietet, der das meiste Geld hat. Aber da wo Menschen Recht sprechen, da wird es manchmal kein Recht geben.

Aber der Friede sei mit euch, und jeder sollte in sich gehen, bevor er einen anderen Men­schen verstösst, denn wir sind nur Menschen und keine Götter, aber auch die Götter sind nicht unfehlbar, weil sie von Menschen geschaffen wurden, und der Mensch selbst ist fehl­bar.

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