Donnerstag, 14. Mai 2009

Reise des Papstes

Der Papst hatte vor einigen Tagen eine Reise durch den Nahen Osten angetreten, mit der Absicht, sowie er meinte: die drei grossen Weltreligionen zu versöhnen. Ein etwas schwie­riges Unterfangen, gerade in dieser Zeit, wo sich extreme Anhänger von Mohamed unver­söhnlich mit den Anhängern der eigenen aber auch anderen Religionen gegenüberstehen.

Gut, man kann auch sagen, dass es nur wenige Anhänger der drei Religionen gibt, die eine extreme Haltung einnehmen, wenn sie ihre eigene Religionen vertreten, aber oft reicht auch das aus, um allgemein Unruhe zu verbreiten, auch Angst voreinander.

Ich persönlich finde es gut, wenn der Papst es unternimmt, den Kontakt zu den Gläubigen der einzelnen Religionen zu knüpfen, denn es könnten viele Missverständnisse über die Religionen selbst ausgeräumt werden. Ich bin wirklich kein religiöser Mensch, aber ich achte die Glaubenseinstellungen der anderen Menschen, denn jeder Mensch hat das Recht auf einen Glauben, und er darf auch die Riten dieses Glaubens ausleben, solange er andere Menschen damit belästigt.

Diese Reise des Papstes wird auszugsweise in den Medien übertragen, und da fiel mir auf, dass es immer wieder gläubige Menschen gibt, die Kritik an den Aussagen des Paps­tes üben. So auch die Aussage eines Rabbis, der meinte: es sei ein Unterschied zwischen getötet und ermordet, denn der Papst habe von 6 Millionen getöteten Juden gesprochen, aber nicht von den ermordeten Juden in den Konzentrationslagern.

Na ja, gut, es ist Wortklauberei, denn es macht so gesehen, keinen Unterschied zwischen getötet und ermordet im Nahhinein, denn tot ist tot, aber juristisch gesehn gibt es einen Unterschied zwischen getötet und ermordet, denn getötet kann man durch Leichtsinn oder Fahrlässigkeit, aber ermordet wird jemand durch einen gezielten Vorgang, der bedeutet, dass jemand ermordet wird.

Vielleicht hätte der Papst auf diesen Unterschied achten sollen, nun gut, er hat es anders gemacht. Doch alleine dieses Unterscheiden zeigt deutlich, wie auf jede Äusserung des Papstes geachtet wird.

Ich kann nur sagen: der Weg zur Aussöhnung ist noch weit und hart, aber ich selbst wün­sche mir, dass alle Religionsführer einmal darüber nachdenken, dass die Religionen aus einem Topf stammen, und einem Gehirn der Menschheit entsprungen ist, nämlich dem Gehirn und den Gedanken, die sich in diesem Gehirn entwickelt haben.

Friede sei mit Euch.

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