Montag, 4. Mai 2009

Manager entführt

Herr Lafontaine hat sich in den Medien geäussert, dass die Entführung von Managern sehr positiv zu bewerten sei, besonders die Franzosen hätten gezeigt, wie man es bei ei­ner Finanzkrise so richtig anpackt.

Menschen zu entführen, auch nur so zum Spass ist wohl sehr primitiv, weil so eine Entfüh­rung nicht mehr spass bleiben kann, denn es kann sehr ernst werden, d.h.ein Manager kann auch versteckt werden, und ein hohes Lösegeld wird für die Freilassung gefordert, wenn er danach überhaupt freigelassen wird.

Manager und Arbeitnehmer sollten sich an einen Tisch setzen und über die Krise reden, danach nach Lösungen suchen, wie die Krise abgewendet werden kann. Hier ist das Ge­spräch von grosser Bedeutung, aber nicht die Entführung eines Menschen. Ausserdem ist eine Freiheitsberaubung, das ist eine derartige Entführung, strafbar und wird auch geahn­det.

Wenn ein Politiker der Linken so etwas fordert, dann fehlt ihm die Reife für das Tragen der Verantwortung in unseren Land, besonders für die Freiheit der Menschen in unserem Land.

Wenn man bedenkt, dass die Linke, deren Vorsitzender Lafontaine ist, einmal politische Verantwortung in einer Regierung tragen will, aber dann das Signal für die Entführung von Menschen gibt, die ihm nicht gefallen, dann freue ich mich, wenn die Linke nach der nächsten Wahl von der politischen Bühne verschwindet, aber das wird nicht geschehen, weil die Finanzkrise von Managern und Spekulanten verursacht wurde.

Der Weg zum Ziel ist das Gespräch und das Suchen nach Lösungen, aber gemeinsam, nur so können Probleme gelöst werden, nicht durch Gewalt und Gegengewalt.

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