Samstag, 16. Mai 2009

Der Schuldenmeister

Die Finanzkrise ist in den Alltag der Menschen übergegangen. Viele Betriebe und grosse Unternehmen machen z.Zt.noch eine Bestandsaufnahme, so nach dem Motto: wieviele Mitarbeiter können wir entlassen, damit wieder unsere Gehälter stimmen.

Die Banken haben sich an den Steuergelder der einzelnen Staaten bereichert, natürlich haben sie nur die Angebote der Regierungen angenommen, mit der Nötigung: man müsse Mitarbeiter entlassen, wenn der Staat nicht helfen würde, und schwupps haben die Regie­rungen entsprechende Gelder gewährt alles zum Wohle der Volkes, damit die Arbeitsplät­ze gesichert werden.

Aber ob wirklich Arbeitsplätze gesichert werden, wenn Gelder vom Staat fliessen, da bin ich mir nicht so sicher, denn die Führungskräfte von Banken und Wirtschaftsunternehmen werden sich bestimmt zuerst bedienen, solange noch Geld da ist.

Wenden wir uns der Regierung in der Bundesrepublik Deutschland und damit dem The­ma: Schuldenmeister, zu.

In diesem Thema beziehe ich auf die finanzielle Unterstützung der Regierung für die Ban­ken und Unternehmen mit Steuergeldern. Aber nicht nur die Regierung wollte in dieser Fi­nanzkrise Arbeitsplätze sichern, sondern auch die Politiker und die Bevölkerung. Also be­gann die Regierung, anfangs zögerlich, mit der Verteilung von Steuergeldern an die durch die Finanzkrise gebeutelte deutsche Wirtschaft.

Es gab natürlich einige kritische Stimmen: man solle die Steuergelder nicht so vergeuden, und die Manager hätten durch ihre Habgier die Wirtschaft in diese Krise geführt. Gut, es ist verständlich, wenn man die Manager, die die Schuld haben, als Schadenswiedergut­machung zur Kasse bitten würde, aber welche Regierung macht es schon, oder welcher Politiker ist bereit seinen Freund aus der Wirtschaft an den Pranger zu stellen. Keiner wird bereit sein, wenn er bisher aus der Wirtschaft Gelder – Schwarzgelder – bezogen hatte oder jetzt noch bezieht.

Also greift man in die Staatskasse und bewilligt die Milliarden, die benötigt werden. Ich bin schon dafür, wenn in einer Solidargemeinschaft jeder jeden hilft, aber es muss tatsächlich eine Hilfe sein, ohne dass jemand fleissig abkassiert und dann erzählt, die Zuwendungen hätten nicht gereicht.

Der Finanzminister hat sich breitschlagen lassen, obwohl er mehrmals gewarnt hatte, man solle genau überlegen, wie die Zahlungen bewerkstelligt werden, ansonsten drohe ein übermässig grosser Schuldenberg. Natürlch musste man in der derzeitigen Situation mit enormen Schulden rechnen, aber keiner sagte laut, es gibt keine Steuergelder, weil wir uns sehr stark verschulden. Nein, man schwieg oder brummelte böse hinter vorgehaltener Hand.

Jetzt ist alles abgelaufen und man hört jetzt wieder laute Stimmen: Steinbrück sei ein Schuldenmeister. Hätte Steinbrück die Milliarden, trotz der Schulden, nicht herausgerückt, dann wäre er ein Geizkragen und würde mit seinem Hinter auf den Milliarden sitzen.

Wie man es auch macht: Menschen sind blöde, und dagegen kann man leider nichts ma­chen. Schade.

Friede sei mit Euch.

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