Donnerstag, 30. April 2009

Gesundheitsfond

In den letzten Tagen habe ich oft etwas über den Gesundheitsfond, der am Jahresan­fand Bestandteil unseres Gesundheitswesens wurde. Die Befürworter dieser Einrich­tung waren ganz euphorisch, etwas geschaffen zu haben, was alle Bürger der Repu­blik eine gewisse Sicherheit im Krankheitsfalle geben sollte. Die Kritiker dieser Ein­richtung wiesen daraufhin, dass es zu Problemen kommen werde, besonders bei den Krankenkassen, die aus dem Gesundheitsfond Gelder zugewiesen bekommen.

Jetzt hat man schon erfahren, dass manche Krankenkassen die Beiträge für ihre Mit­glieder erhöhen müssen, damit sie lequide bleiben. Und jetzt wird fleissig an der Bei­tragserhöhungsschraube gedreht, und das werden wohl alle Krankenkassen tun, aber auch die, die eine Beitragserhöhung nicht notwendig haben.

Gut, ich bin als ehemaliger Beamter, der sich jetzt im Altersruhestand befindet, pri­vatversichert, aber als Privatpatient habe ich wohl kaum Vorteile, denn ich seh selbst nicht ein, dass ich teure Medikamente kaufen soll, deren Wirkungen nicht besser sind als die der preisgünstigsten.

Man hätte die Krankenkassen selbst die Verantwortung für ihre finanzielle Liquidati­on überlassen sollen, sowie es früher der Fall war. Für die Menschen, die nicht kran­kenversichert waren, für die hätte man schon eine anständige Lösung gefunden.

Aber andererseits sollte man dieser Einrichtung wie den Gesundheitsfond Zeit las­sen, sich zu integrieren, denn jede Einrichtung benötigt Zeit, um wieder in die Pu­schen zu kommen, besonders wenn sie neu ist, und es ungewohnt ist, mit den Geldern richtig zu arbeiten.

Ich gehe einmal davon aus, dass der Gesundheitsfond bestehen bleibt, wenn auch Veränderungen vorgenommen werden, die sich aus der Praxis ergeben. Dazu kommt noch eins, dass die Anzahl der Krankenkassen schrumpfen wird, und das wäre gut, denn manche Krankenkassen, die heute noch bestehen, haben nicht das Format, sich gegen die alten Kassen durchzusetzen.

Entscheidung in dieser Sache sind die Patienten und Ärzte, die aus der Praxis be­richten können, aber auch die alteingesessen Kassen, die auch aus jahrzehntelangen Erfahrungen zehren und berichten können.

Aber ein Weg wird sich finden, um ein richtiges Krankenkassensystem aufzubauen, oder ein anderes Gesundheitsystem aufzubauen.


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