Freitag, 13. März 2009

Amokläufer

Shalom: Friede sei mit euch.


Gestern, am 11.März 2009, hat wieder ein junger Mensch andere Menschen getötet, und alle fragen sich: Warum ist das geschehen oder hat geschehen müssen?

Diese Art von Taten sind unfragbar, die schlimmsten Vergehen oder Verbrechen ge­gen die Menschlichkeit, weil die Menschen davon betroffen sind, aber den Grund für eine derartige Tat kennen.

Jetzt beschäftigen sich die Menschen und Experten um Aufklärung, sie wollen die Hintergründe wissen, um eventuell, besonders die Experten bei der Polizei, Sicher­heitsstrategien aufbauen zu können. Doch ich habe Zweifel, wenn man davon aus­geht, dass es eine hundertprozentige Sicherheit überhaupt geben kann.

Wir Menschen ticken oft, und das mehrmals am Tag, anders, als sich unser Gegen­über überhaupt vorstellen kann. Es gibt Momente, da können wir unsere Emotionen zurückhalten und unter Kontrolle halten, dann gibt es wieder Momente, in diesen las­sen wir unseren Emotionen freien Lauf, aber das ist das Menschliche, was uns als Menschen Mensch sein lässt.

Gestern in Winnenenden bei Stuttgart, hat sich das Siedetopf der Emotionen bei den jungen Mann geöffnet, und der Topf hat Aggresssionen freigesetzt, die sich in den Gebrauch einer Schusswaffe offenbarte, schlimm, sehr schlimm. Aber hätte man die­sen Amoklauf verhindern können?

Nein, kein Mensch hätte ihn verhindern können, weil der junge Mann schon die Waf­fe und die dazugehörige Munition hatte. Vielleicht der Vater des jungen Mannes, in­dem er auch diese Waffe zu den anderen vergeschlossenen Waffen gegeben hätte. Aber hier taucht das Vielleicht auf, und das deutet auf die eigene Hilflosigkeit hin.

Aber lasst uns über die Toten trauern, sie sind nicht mehr unter den Lebenden. Ob wir Menschen derartige Vorgänge verhindern können, wahrscheinlich nicht, denn wir können in unseren Gegenüber nicht hineinschauen.

Mehr Toleranz unter den Menschen könnte derartige Tragödien mindern oder über­haupt nicht mehr aufkommen lassen, doch die Menschen vergessen sehr schnell bis zum nächsten Amoklauf, dann werden wieder die Süppchen gekocht, und jeder Mensch gibt an, er könnte mit seinem Konzept derartige Taten verhindern.

Der Weg ist das Ziel, und der Weg heißt mehr Toleranz gegenüber seinen Mit­menschen, und zuerst einmal miteinander sprechen, aber keine Verwürfe machen, und auch nicht den grossen Experten heraushängen lassen.


Shalom: Friede sei mit euch.

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